11 Jahre Popmonitor: Hope, Uns + DJs | Freitag 09.03. | Rosi’s


Freitag 09.03.2018
11 JAHRE POPMONITOR
Live:
HOPE
UNS

+ Party/DJs auf 2 Floors
(Indie/Indietronics/Electro/Rock’n’Roll/Indie-Classics)

Einlass: 21.00 Uhr
Abendkasse: 10 Euro (inkl. Party)
Party ab 00.30 Uhr | 6 Euro

Rosi’s
(Friedrichshain, Revaler Str. 29, S-Bhf. Ostkreuz)

HOPE

Nach gemeinsamen Touren mit Idles und Algiers erschien das Debütalbum von HOPE im Oktober 2017 auf Haldern Pop Recordings. Hope stecken in der schwarzen Phase. Alles um sie herum hat sich verdunkelt. Jeder Text und jeder Funke Musik, jedes Foto und jede Aufnahme ist in Schwarz getaucht. Es ist nicht das Schwarz von Wave- oder Gothic-Bands, sondern ein unmanieriertes Portishead- oder Talk Talk-Schwarz. Ein Schwarz, das aus einer Wunde heraus entsteht und gleichzeitig die Verletzung verbirgt, in sich begräbt. Eine Kruste.

Ein Schwarz, das den Jazz, die Akademik und die Provinz vergessen lässt, aus dem Hope kommen. Jazz, Akademik und Provinz liegen in Deutschland nah beieinander, und Hope mussten schmerzvollste Selbsterfahrungen machen, viele unbeachtete Konzerte spielen und ungeliebt sein, um die Liebe zu sich selbst und zur Musik zu finden. Nur so ist die dunkle Stringenz und Konsequenz ihres selbstbetitelten Debütalbums (produziert von Olaf Opal) mit monolithischen Songs wie CELL, KINGDOM, RAW zu erklären. Lieder, die eher nach dystopischer Unendlichkeit klingen als nach unbeschwertem Debütalbum. Lieder, zusammengestaucht auf ein Wort, als solle der Hörer keine Zeit mit Lesen verschwenden, sondern zuhören. Zuhören und eintauchen in die endlose Hope-Welle von Sound, Wucht und Schwarz.

Und ja, die ikonische Sängerin Christine Börsch-Supan ist während all dem nackt. Wir erahnen sie nur – Es ist zu dunkel. „Sphärisch, düster, gravitätisch. Die Musik der Berliner Band Hope fühlt sich an wie Frost auf der Haut, stellt Haare auf. Irgendwie kann man sie einatmen, riechen, schmecken und fühlen. Dichter flächendeckender Sound, wabernde Synthesizer, noisige Gitarren, dezente Percussion und eine Stimme, die unaufgeregt stellenweise an Björk, Savages oder Karen O erinnert.“

„Die Erfindung dessen, was wir alle gebraucht haben: eine neue deutsche Art, auf Englisch zu singen.“ – Zeit Online
„A new, angrier Zeitgeist.“ – Louder than War
„Eine Band, die sich ins Leben kämpft“ – Spex
„Ein aufsehenerregendes Debüt“ – Intro
„Dieses Album nimmt gefangen, macht aber keine Gefangenen“ – Eclat Magazin

Photo: Riccardo Bernardi

www.thisishope.de
Hope auf Facebook

UNS

DAS REINE WAS-IST-IST: ALLES WAS ICH MACHE IST KUNST

Die Gruppe UNS beschließt das Jahr 2017 im Trotz. Sie passiert die Jahresgrenze mit dem Schwung eines wohlgereiften falschen Stolzes. „Alles Was Ich Mache Ist Kunst“ ist ein Vorgeschmack ist ein Lebenszeichen ist ein Kunstwerk ist ein Aufbäumen ist ein Aufgeben ist ein hartgekochtes Ei im Park wird dein 2018 sein: Wo du auch stehst, was du auch tust, was immer du verbrennst und was immer du verdienst und an wem immer du zerbrichst. Das wird dein Werk! Dein Jahr! Keine Rechtfertigung, keine Auszeichnung, ein reines Was-Ist-Ist: Alles, was du machst, ist Kunst.

Die Gruppe UNS sind drei Leute mit Vergangenheiten (Kate Mosh, Klubexpress, Nonkeen), Gegenwarten (Agentur, Hartz IV, Kulturingenieur) und Zukünften (Bart, Tisch, Wind). Sie spielen Schlagzeug, Synths, Gitarre und Hund. Alles, was sie machen, ist Kunst. Ihr Groove bollert die Showtreppe herunter, die Gitarre verirrt sich im Nebel, der Gesang gefällt sich in der Pose, bis er sie plötzlich ernst meint. In Teilen frühe Begleiter von Sinnbus drängen UNS heute in unser Labelnest. Und während wir jung und schön wundervoll geblieben sind, sind sie gezeichnet von jedem kleinen Verrat, jeder verbrannten Brücke, jeder Enttäuschung, jeder Verzweiflung an den Umständen und am eigenen Vermögen. Unser Bildnis des Dorian Gray. Alles, was sie machen, ist Kunst.

Was UNS machen (Auswahl): Gründung als One-Night-Stand. Rohrkrepierer als Debüt. Verständigung auf ein gemeinsames Ziel und drei Jahre harter Arbeit im Gegenteil. Blindes Einverständnis. Anzüge aus Tränenblech. Infotexte, die Turbostaat, Air, Heinz-Rudolf Kunze und Ich weiß nicht mehr genau Die Ärzte oder was bitte nochmal checken vor Versand durcheinander bringen. Herzgüldene Liebespoesie vor aggressiv primitiver Lightshow und andersrum. Küssen als Ausweg. Narben als Ausweis.

Eine Aufnahme von Frithjof Rödel. Ein Mix von Tobias Siebert. Ein Master von Jan Driver. Ein Video von Max Parovsky. Ein Singlerelease am letzten Tag des Jahres. Eine
Schnapsidee und eine Kunst. Wir freuen uns darauf, das Jahr mit UNS und ihrem Ruf der gnadenlosen Selbstbehauptung, des Trotzes und der Vergeblichkeit auf den Lippen zu beginnen: Alles Was Ich Mache Ist Kunst.

Uns auf Facebook

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail