Conmoto – Cut Cut Cut

Conmoto - Cut Cut Cut

Hardcore aus Deutschland und auch noch mit Front-Frau? Abschreckend oder spannend? Das ist hier die Frage und muss mit „spannend“ beantwortet werden. Denn CONMOTO sind die Hälfte der Band BUBONIX, die bis 2009 ein innovativer Motor für Deutsch-Core gewesen ist.

Fünfzehn Jahre und vier Alben lang bespielten die Limburger die antifaschistische Bewegung. Sänger THORSTEN POLOMSKI führte der Job dann weg in die Schweiz, wo er inzwischen Elektro macht (EAU-DC). 2009 gründeten deshalb MARKUS KLEES (Gitarre) und OLIVER KUNZ (Bass) CONMOTO. Komplett machten sie MANUEL SCHNEIDER an den Drums und die Ex-BUBONIX-Gitarristin SARAH DE CASTRO als Sängerin. Im Januar 2011 nahmen sie ihr Debut Cut Cut Cut auf und ließen es von Kurt Ebelhäuser (EARTHBEND, BLACKMAIL) mischen.

Gerade Sängerin DE CASTRO sorgt wohl für einen deutlich eigenständigen Sound und auch dafür, dass man sich durchaus auf Melodic Hardcore einigen konnte – mit Anknüpfungen an andere Genres. So schnurren die Riff-Gitarren im Opener ‚Golden Dawn‘ los, von hämmernden Drums und schnellen Shout-Parts gestützt.

Die folgende halbe Stunde hält Überraschungen parat wie den Crossover ‚Cutting Off‘ mit zackigem Refrain und melodiös gesungener Bridge. Es folgt das deutschpunkige ’14 Punkte Flensburg‘. Hier werden Spießer tüchtig runter gemacht und zum Schluss gibt es noch einen Gruß vom Fuß: „Und nach Hause gehst du alleine! Deine Freundin nimmt mich mit!“

Die autonome Szene bekommt dagegen eine Menge Love entgegen geschossen (‚Othero‘, ‚Devil To Feed‘). Hier zeigt De CASTRO, was sie kann. Selten muss man ihr auf diesem Album mehr Puste und Mut zur Variation wünschen. Mit ihren Kollegen zelebriert sie manch Leidenschaft und Entschlossenheit, wie sich das gehört.

CONMOTO
Cut Cut Cut
(Nois-O-Lution/Indigo)
VÖ: 21.10.2011

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