Dickes B | Berliner Restaurant Berta wieder geöffnet

Foto: Berta

Einmal geblinzelt, und schon hat sich ein Lokal aus der nach wie vor von Druck und Stress vieler Coleur befeuerten Berliner Gastro-Szene verabschiedet. Wie schön, dass damit nicht jede Geschichte unbedingt auserzählt sein muss – wofür das BERTA nun ein prächtiges Beispiel liefert.

Gut ein Jahr lang war das Restaurant in der Stresemannstraße (quasi auf dem Bezirksgrenzstrich zwischen Mitte und Kreuzberg) geschlossen, seit einigen Wochen läuft der Laden nun wieder. Die vielleicht größte Überraschung dabei: Das Restaurant zeigt sich so gut wie unverändert. Und um einen etwas in die Jahre gekommenen Klassiker aus der Berliner Vergangenheit mal wieder etwas zu entstauben: Und das ist gut so.

Die Gerichte von Chef Ariel kombinieren weiterhin Zutaten und Formate der Levante-Küche mit lateinamerikanischer Wärme und Großzügigkeit (Ariel ist aus Buenos Aires). Klassiker aus dem ersten Berta-Run, etwa die Kaiser Brûlée mit Auberginencreme, Tahini, Chiliflocken und geröstetem Challah, der Tomatensalat-Deluxe Fattoush und natürlich das himmlische Brioche, sind weiterhin/wieder auf der Karte. An die mit Erbsen gefüllten Kreplach (Teigtaschen in Tortelloni-Größe) an veganer Ingwer-Joghurt-Sauce und Minzöl konnten wir uns spontan nicht erinnern, das frische, angenehm leichte Gericht ist aber vermutlich ein Sommer-Dish, dessen Details mühelos mit den Jahreszeiten wechseln dürften. Definitiv neu sind die Desserts, aus denen das fantastische Mousse aus dunkler Schokolade sowie das Kirschkompott samt warmem Kuchen herausstechen. Achtung: Berta-Gerichte sind generell zum Teilen gedacht und gemacht, doch eine Portion reicht locker für drei bis vier Personen.

Eine von Berlins besten Soulfood-Küchen ist wieder voll am Start – ein großer Gewinn für alle.

Berta
Stresemannstr. 99 | 10963 Berlin

www.bertarestaurant.com

Foto: Berta

FacebooktwitterpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterpinterestlinkedintumblrmail