Finn Wolfhard – Fire From The Hip

Ein Jahr später: Nach Happy Birthday vom Juni 2025 steht FINN WOLFHARD schon wieder mit einem neuen Album in den Startlöchern. Hat er die Rolle seines Lebens gefunden, den Indiesänger? Fast könnte man meinen, er kriegt den Hals nicht voll. Für die neue Platte stehen ihm LIFEGUARD nicht mehr zur Seite, aber weiterhin TWIN PEAKS (CADIEN LAKE JAMES, COLIN CROOM, CLAY FRANKEL). Neue Unterstützer sind zum Beispiel in GRACE REPASKY (LUNAR VACATION) und WILL MILLER (WHITNEY) gefunden.

„I’ll Let You Finish“ schließt an den freundlich-belanglosen Indiepop des Vorgängers an und auch der Powerpop wird mit „Common Side Effects“ wieder angetippt. Mit „Lights Go Down“ schießt Finn dann aber den Vogel ab: Ein lahmer Country-Folk, in dem er mal wieder entnervt sein Leid klagt: „Oh, the weight of the world hit me at previews!“ Soll das Selbstironie sein?

Dieser Quatsch ist sofort vergessen, wenn man „Follow“ hört, den er zusammen mit Frankel geschrieben hat. Hier singt Wolfhard endlich mal wieder ein verliebter Mann und nicht mehr wie ein frustrierter Jugendlicher. Retrosynthies, Dängel-Gitarren und Chor stimmen für einen wirklichen Ohrwurm. Da ist sie, die Weiterentwicklung. Einen smoothen Keyboard-Singer/Songwriter wie „Good Morning“ hatte er bisher nicht zustande gebracht und „The Climb“ ist natürlich kein MILEY CYRUS-Cover.

Unvermeidlich ist die melancholische Färbung von Finns Musik. Neu ist in Titeln wie „Trail“ der Americana-Einschlag. Auch die Rocksongs wie „Crater“ werden spannender. Vielleicht wollte er so schnell wieder veröffentlichen, weil er den leichten Fortschritt im Songwriting und Gitarrespielen spürte. Oder es waren noch genügend Songskizzen übrig.

 

Finn Wolfhard
Fire From The Hip
(Night Shift Productions/AWAL)
VÖ: 10.07.2026

www.finnwolfhardmusic.com

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