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  MIKROBOY - Berliner Act des Monats August 2009
MIKROBOY - Berliner Act des Monats August 2009
22.08.2009 von js


Zwischen Mannheimer Hörsälen und durchzechten Nächten in Berlin...





Anlässlich der Veröffentlichung ihres ersten Albums Nennt es, wie Ihr wollt. und ihrem Auftritt am 28.08. bei popmonitor.berlin.live im Frannz (w/ .COMPUTER..) stand uns Michi Ludes von MIKROBOY Rede und Antwort.

popmonitor.berlin: Zunächst erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurem wirklich außerordentlich hinreißenden Debütalbum Nennt es, wie Ihr wollt. - und zum "Warmwerden" ein paar "Shortcuts", mit der Bitte um möglichst kurze Antworten.

Berlin oder Mannheim?:
Saarbrücken

"Du und wieviel von Deinen Freunden" oder "Neon Golden"?:
Neon Golden.

Euer Lieblingslied von MIKROBOY auf Nennt es, wie Ihr wollt.?:
'Pre oder Post'

Zu Beginn die Frage, wie aus der "One Man Show" Mikroboy die Band MIKROBOY wurde? Wie und wo fand das aktuelle Line-up zusammen?
Ich hab die ersten Songs irgendwann auf Myspace hochgeladen, um die Songs nicht für immer auf irgend einer Festplatte verschimmeln zu lassen und dadurch ein unerwartet hohes positives Feedback geerntet. Das hat mein Management und mich dazu bewogen, mal über eine Tour nachzudenken. Touren alleine ist doof, also haben wir uns für die Band-Variante entschieden. Das momentane Line-Up fand sich zwischen unserem Mannheimer Hörsaal und einer durchzechten Nacht in Berlin.

"Klingt wie Kettcar.", "Nennt es, wie Ihr wollt. - eine Verbeugung vor But Alive."; und last but not least als Produzent Swen Meyer: Wie sehr nervt Euch mittlerweile der Vergleich mit Wiebusch & Co.?
Nicht so sehr wie die ständigen Fragen danach, ob es denn nervt. ;)

In den nächsten Monaten seid ihr ja enorm viel live unterwegs, zum einen auf Festivals, dann als Support der Get Up Kids; danach folgt eine Tour quer durch Deutschland, Österreich, Schweiz. Ihr seid quasi bis Ende des Jahres ausgebucht... Was erwartet Ihr von den Konzerten? Und wie unterscheidet sich generell die Resonanz auf Eure Livegigs vor und nach der Veröffentlichung des Albums? Gibt es, was die Publikumsreaktionen und -anzahl angeht, einen Unterschied zwischen Konzerten in Berlin/Mannheim und in anderen Städten?
Von Städten ist das eigentlich nicht so sehr abhängig. Weil wir ja eh aus allen 4 Richtungen Deutschlands kommen, haben wir diesen Status der Regionalband irgendwie übergangen und deshalb auch nirgends sowas wie eine feste Homebase. Was die Resonanz angeht, bleibt natürlich die Herbsttour abzuwarten. Seitdem wir die Platte veröffentlicht haben, haben wir eigentlich ausschließlich Festivals gespielt, auf denen wir uns aber angesichts der frühen Slots, die wir da überall ergattert haben, auch alles andere als beklagen können, was Präsenz und Resonanz der Fans angeht.

Überrascht Euch eigentlich das recht große Medienecho auf euer Debütalbum? Die Meinungen sind ja durchaus gespalten. Welche Gefühle begleiten Euch, wenn Ihr einen gehörigen Verriss resp. ein himmelhochjauchzendes Lob auf Euer Album lest?
Das ist eine schwierige Sache, an die man sich als Debütant erst einmal gewöhnen muss. Manchmal muss man schon schlucken wenn man sich überlegt, dass man ca. 1 Jahr seines Lebens komplett in die Entstehung und Produktion einer Platte gesteckt hat, von der ein Journalist dann nach 5 Minuten Reinhören glaubt, sie verstanden zu haben und beurteilen zu können. Sei es jetzt im positiven oder negativen Sinne. Natürlich freut es uns aber, dass viel über die Platte diskutiert wird und sie nicht in der Mittelmäßigkeit versinkt.

Wie kam Sven Regener (Element Of Crime, Anm. der Red.) eigentlich an Euer Material (um Euch anschließend Swen Meyer als Prodzenten zu empfehlen)? Kennt Ihr ihn persönlich? Und woher kennst Du, Michi, Konstantin Gropper (Get Well Soon, Anm. der Red.), mit dem Ihr aus "freundschaftlicher Verbundenheit" den letzten Sog des Albums 'This Room' aufgenommen habt?
Diese Sven Regener Geschichte ist irgendwie ein Mythos, von dem wir selber garnicht soviel wissen. Unser Labelchef und Sven sind befreundet und so hat er das Label wohl bei der Produzentensuche unterstützt, ich würde jetzt aber nicht behaupten, dass Sven Regener sowas wie unser Entdecker wäre oder sich überhaupt an den Namen Mikroboy erinnern könnte, würde man ihn danach fragen.





Stimmt es, dass Du im Februar dieses Jahres in Münster solo vor Bloc Party aufgetreten bist, weil das Geld fehlte, alle Bandmitglieder anreisen zu lassen?
Das ist natürlich totaler Quatsch. Ich hab das auf der Bühne erzählt, um mit einem "auflockernden Witz" einzusteigen, den dann der ein oder andere wohl ein bisschen zu ernst genommen hat. In Wirklichkeit wollten die aufgrund des technischen Aufwands einfach keine komplette Band als Support.

Konzentriert Ihr Euch nach dem Labeldeal und den vielen gebuchten Konzerten ausschließlich auf die Musik? Zeitlich ist es wohl derzeit anders gar nicht möglich, aber haltet Ihr Euch, gesetzt den Fall der Traum von einer Karriere als Musiker platzt, ein Hintertürchen offen, um z.B. das Studium zu beenden oder in den ursprünglichen Job zurückzukehren?
Die Frage stellt sich bei uns ja garnicht so sehr, da wir ja genau das studiert und erfolgreich abgeschlossen haben, was wir gerade machen.

Zum Abschluss wieder ein kurze Fragerunde:
Wenn Ihr die Musik von MIKROBOY in drei Worten beschreiben müsstet, wie lauten diese?:

Musik, Musik, Musik

Eine Berliner und/oder Mannheimer Band, die Ihr unseren Lesern gern empfehlen möchtet:
Eine Band aus Mannheim, von der man sicher in nächster Zeit noch einiges hören wird sind ABBY.

Wo seht Ihr MIKROBOY heute in einem Jahr?:
Hoffentlich im Studio zu den Aufnahmen der zweiten Platte.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen! Wir wünschen Euch für die Zukunft nur das Beste!

Das Album:

MIKROBOY
Nennt es, wie Ihr wollt.
(Ministry Of Sound /Edel)
VÖ: 17.07.2009



MIKROBOY am 28.08.09 bei popmonitor.berlin.live im Frannz (support: .COMPUTER..)
(Infos & Tickets)



www.myspace.com/mikroboy
www.mikroboy.com






Autor: Jana Schuricht


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