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  BERLIN FESTIVAL 2011 - Der erste Tag im Rückblick
BERLIN FESTIVAL 2011 - Der erste Tag im Rückblick
07.09.2011 von fr


Das BERLIN FESTIVAL erlebt einen so bunten wie reibungslosen Auftakt...





Der Berliner Himmel war in dicke, klebriggraue Wolken gewickelt, die Temperaturen verlangten so manchem Besucher schon die Herbstgarnitur ab. Das war aber auch alles, was am ersten Tag des BERLIN FESTIVALS, das noch bis morgen auf dem Gelände des ehemaligen Tempelhofer Flughafens stattfindet, nicht so lief, wie man es sich gewünscht hätte.

Besonderes Augenmerk lag nach dem Eklat im vergangenen Jahr auf den Veränderungen im Sicherheitskonzept, und hier ist man die richtigen Schritte gegangen: Alle drei Stages sind zum ehemaligen Rollfeld hin geöffnet, Engpässe und Gedrängel waren somit nicht nur reduziert, sondern fielen komplett aus. Der Sound der Bühnen, die einander hinsichtlich ihrer Größe kaum etwas nehmen, war unter voller Kontrolle, d.h. auch aus größerer Entfernung klar zu vernehmen und ohne Überlappungen.

Womit wir also bei der Musik wären. Schon zu Beginn hatte das Line-Up mit Acts wie WATERS, AUSTRA, THE RAPTURE und OH LAND einige Highlights in petto, wer früh kam, musste sich also keineswegs langweilen. Ernst wurde es dann aber um 18 Uhr, als THE DRUMS die Main Stage betraten und dem Publikum für eine Stunde eine sauber zwischen Charme und Schick ausbalancierte Popshow boten – was es schwer machte, bei den zur gleichen Zeit auftretenden HEALTH und CSS vorbeizuschauen. Und auch im direkten Anschluss kam es zu einer vergleichbar kniffligen Dreifachprogrammierung: CLAP YOUR HANDS SAY YEAH und HERCULES & LOVE AFFAIR waren gleichzeitig auf den Nebenbühnen zu Gange, als BATTLES die Main Stage mit einem grandiosen, beatverschachtelten Set bespielten.

Die Bühne war also bereitet für den Headliner des ersten Tages: PRIMAL SCREAM präsentierten ihr epochales Album Screamadelica am Stück, und eine gute Stunde lang gehörte Tempelhof dem Rave der frühen Neunziger. Kids waren vor der Main Stage Mangelware, hatten mit der APPARAT BAND und SANTIGOLD aber auch zeitgemäßere Alternativen zur Geschichtsstunde, die auch noch eine Fortsetzung fand, als zum Abschluss des Abends SUEDE ein vergleichsweise müdes Hit-Set herunterzimmerten und das Publikum nach gerade einmal runden 50 Minuten in die ins Festival integrierte Clubnacht schickten. Morgen mehr an dieser Stelle: Review


http://www.berlinfestival.de


Autor: Friedrich Reip


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