
Eine EP wie ein Symptom: Auf der ganzen Welt machen nun einsame Menschen allein Musik und stellen sie ins Netz. Egal ob klassischer Indiefolk wie hier oder irgendein anderes Genre – Musikproduktion ist von einem Massenkulturphänomen zu einem Phänomen der Massen geworden. Der US-Amerikaner KOREY A hat eine winzige Debüt-EP aus drei Songskizzen mit kaum drei Minuten Spielzeit zusammen. No One Will Remember Me? Das wollen wir doch erstmal sehen.
„Far“ ist ein Spaziergang in die Einsamkeit. Traurig und schüchtern singt Korey: „I’m not going far, wanna be with the stars.“ Zart schlägt er die Akustikgitarre an. So eskapistisch führte sich schon NICK DRAKE auf.
„Fool To Love“ stellt die wohlbekannte Frage eines Jungen an die Angebete: „How could you love me when I’m so ugly?“ RADIOHEAD haben sie mit „Creep“ zum Ausgangspunkt ihrer Weltkarriere gemacht.
„Dead“ ist eine Reflexion auf die Stellung in der Gesellschaft als Selbstchor mit Geschrei im Hintergrund. Da steckt mehr in Korey, als er vielleicht selbst denkt.
Korey A
No One Will Remember Me EP
(Selbstvertrieb)
VÖ: 08.01.26