Max Richter – Maria Stuart, Königin von Schottland

MAX RICHTER tritt mit einem weiteren Soundtrack ins Licht. Sein Score zu Mary Queen Of Scots vereint Kriegstrommeln lyrische Ambient-Soundscaps, feierliche Tänze und bewegende Melodien von Streichern und Holzbläsern.

Mary Queen Of Scots – auf der Grundlage von Dr. John Guys Buch Queen Of Scots: The True Life Of Mary Stuart – widerlegt falsche Vorstellungen. Die Titelheldin erscheint hier nicht als schwache, promiskuitive Monarchin, vielmehr schildert der Film Verrat und Rebellion an Marias turbulentem Hof, wo die Männer im Umfeld der Königin insgeheim und unablässig an ihrem Untergang arbeiteten. Die Geschichte entwickelt sich vor dem Hintergrund von Marias Verhältnis zu ihrer Kusine, Königin Elisabeth I. von England. Die beiden Frauen verstanden einander auf einzigartige Weise, waren voneinander fasziniert und forderten sich heraus. Beide waren gezwungen, in einer von Männern dominierten Welt Opfer zu bringen – und beide zahlten den bitteren Preis der Macht. Richter selbst produzierte den Soundtrack, der neben seiner eigenen Musik auch die Renaissance-Motette „If Ye Love Me“ des großen englischen Komponisten Thomas Tallis (1505–85) enthält:

Das war unter anderem das Schöne an diesem Projekt, dass ich mich wieder mit Renaissance-Musik beschäftigen konnte, die ich sehr mag. Der Film widmet sich zwar historischen Ereignissen, aber in der Art und Weise, wie die Themen der Geschichte erzählt werden, ist er modern. Dieser Dialog zwischen historischem Material und moderner Technik ist ein wichtiges Element meiner Kompositionspraxis.

Richter kommentiert seine Partitur weiter:

Ich wollte, dass der Film von den Stimmen der Frauen getragen wird, ihre Stimmen sind die ersten und die letzten Töne, die wir in dem Soundtrack hören. Ich habe sie als Rahmen genutzt, als eine Art akustische und psychologische Landschaft, in der sich die Geschichte entfaltet. Die anderen Elemente der Musik bevölkern diese Landschaft wie Figuren im Vordergrund, an erster Stelle die Trommeln, die Krieg bedeuten, den Triumph der Zeit über die Wünsche der Menschen und die Welt männlicher Brutalität. Natürlich beschwören sie in dieser Geschichte auch das Bild der Trommeln des Scharfrichters und eines Trauerzugs. Diese Spannung zwischen den Trommeln und den Frauenstimmen trägt große Teile der Musik.

Obwohl er moderne Mittel verwendete, ließ sich Richter von der Machart elisabethanischer Musik inspirieren, als er die Filmmusik komponierte

Ich nutzte Kompositionstechniken des 16. Jahrhunderts, beispielsweise die Ostinato-Variation und den polyphonen Chorsatz, aber in der Art des 21. Jahrhunderts, sodass die Musik zwar an Kompositionen aus Maria Stuarts Zeit erinnert, aber keine pseudohistorische Musik ist, sondern der Modernität von Josies Erzählstil entspricht.

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