SAMBASSADEUR – Migration


Majestätische Popsongs aus Schweden.



Dass man vom schwedischen Label Labrador in schöner Regelmäßigkeit Wunderwerke der Popmusik aufgetischt bekommt, sollte sich längst herumgesprochen haben. Aushängeschild war da zuletzt u.a. Pelle Carlberg, und an dessen Melodieseligkeit erinnert dann auch ‚The Park‘, der fulminante Opener von SAMBASSADEURs zweitem Album Migration. Wobei es das Quartett aus Skövde nicht bei reiner Putzigkeit belässt und durchaus starke Geschütze auffährt: Von Bescheidenheit keine Spur, hat man es fast durchgängig mit streichergeschwängerten Walls of Sound zu tun, stellenweise durch ein Saxophon weiter aufgehübscht.

Wunderbar ins Bild passt auch das Beach Boys-Cover ‚Fallin‘ In Love‘, eine majestätisch-düstere Ballade, die wirkt, als hätte sie Brian Wilson nur für Sängerin ANNA PERSSON konzipiert. In Sachen Instrumentierung fällt hingegen das gut fünfminütige ‚Final Stay‘ leicht aus dem Rahmen, mit seinen strengen Elektro-Beats und Bassläufen im New Order-Stil. Doch PERSSON sorgt durch ihre erhabenen Vocals dafür, dass auch hier die Brüche schnell gekittet werden und Migration eine insgesamt höchst harmonische Angelegenheit bleibt.

Zum Schluss noch das wohl größte Kompliment, das man einem Album machen kann: Migration ist mit seinen knapp 35 Minuten viel zu kurz.

SAMBASSADEUR
Migration
(Labrador/ Broken Silence)
VÖ: 04.01.2008

www.sambassadeur.com
www.myspace.com/sambassadeurtheband
www.labrador.se

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte[/EMAIL]

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