The Beths – Straight Line Was A Lie

Cool läuft’s für die Indiepopper aus Neuseeland. Drei Jahre nach Expert In A Dying Field haben THE BETHS ihr viertes Album draußen. Aufgenommen wurde es zwischen November 2024 und Februar diesen Jahres.

Trotz der Euphorie beginnt das Titelstück mit Demut: „I thought I was getting better, but I’m back to where I started.“ Easy Gitarrenlicks und schöne Band-Harmonien werden hier aus dem Ärmel geschüttelt. Die Band hat mit dem Vorgänger-LP ihren Sound gefunden und macht beherzt weiter. Schließlich war es lange nicht einfach, sich gegen die weltweite Konkurrenz auf dem Indiemarkt durchzusetzen.

Süßer Akustikpop folgt mit „Mosquitos“. ELIZABETH STOKES‘ ehrlicher Gesang erdet die ambitionierte Kombo. Die kann sich im Powerpop „No Joy“ auspowern.

Nachdem es in „Metal“ etwas belanglos geworden ist, kommen im Singer/Songwriter-Titel „Mother, Pray For Me“ deepe Gedanken auf den Hörer zu: Stokes spricht hier innerlich mit ihrer verlorenen Mutter und würde gerne wieder eine Beziehung zu ihr haben. Hier können sowohl Hörerinnen relaten, deren Mutter tatsächlich verstorben ist, als auch die den Kontakt abgebrochen haben.

The Beths können kluge Popsongs wie „Til My Heart Stop“ schreiben und auch dunklere, rockigere Melodien wie in „Take“. Sie waren wohl noch nie so gut.

 

The Beths
Straight Line Was A Lie
(Anti)
VÖ: 29.08.2025

www.thebeths.com

Live

03.10.25, Köln, Kantine
05.10.25, Hamburg, Knust
11.10.25, Berlin, Lido
12.10.25, München, Strom

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