The Feeling – Boy Cried Wolf

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Da seid ihr ja wieder und singt eure Lieder: SUEDE, TRAVIS, BABYBIRD und THE FEELING verschwinden immer mal und tauchen erneut auf. Und zum Naschen haben sie ihre Zuckerdosen voller süßer Melodien für ihre zartfühligen Hörer dabei. Auch THE FEELINGs Neuling Boy Cried Wolf ist dick mit Pathos bestrichener Britpop. Das ist freilich auch nötig, um das doch recht schlichte Piano-Songwriting zu überdecken.

DAN GILLESPIE SELLS musste das Scheitern einer fünfjährigen Beziehung verkraften, als er vor fast drei Jahren im Keller seines Wohn-Pubs saß und ‚You’ll See‘ für Gitarre schrieb. Wie ein wahrer Liebender wünscht er dem Ex nur das Beste, weiß aber, dass er das Selbe wie er wird durchmachen müssen, „when someone breaks you down, cuts you in three.“ Um diesen traurigen Akustiksong herum hat seine Band das neue Album herumgebaut.

Hymnische Refrains wie „I’m not your anchor anymore!“, von SELLS gefühlsgetränkt vorgetragen, sind bei THE FEELING Ehrensache. Dazu klingen befreit Piano und Drums (‚Anchor‘). Die Piano-Zentrierung mancher Songs lassen an KEANE denken (‚Blue Murder‘). Bei dem weit ausgreifenden ‚The Gloves Are Off‘ scheinen eher SUEDE um die Ecke zu schielen. Das Große an der Liebe im Leben wird beschworen, der man mit wehendem Haar andächtig wird. Eigentlich schade, dass solch erwachsener Pop jetzt keine Chance mehr im Radio hat.

THE FEELING
Boy Cried Wolf
(BMG/Rough Trade)
VÖ: 14.02.2014

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