THOSE DANCING DAYS – Daydreams And Nightmares


Wenn ich eine Band wäre…



Wenn wir normalen Indie-Mädchen eine Band wären, dann wären wir THOSE DANCING DAYS. Schon beim ersten Album konnten wir mitsingen und kitschig sein und waren aber gleichzeitig auch hip. Das zweite Album des schwedischen Mädchengespanns macht genau da weiter. Die Texte sind wieder unglaublich kitschig, voller Herzschmerzschmalz und trotzdem ist es so cool. Das liegt vor allem an einer sehr schlauen Instrumentierung. Also jetzt nicht besetzungsmäßig, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard sind wenig revolutionär. Aber wie das eine Mädchen Schlagzeug spielt und das andere ständig fiepende Störgeräusche macht (Wer den Refrain von ‚Fuckarias‘ ungenervt übersteht, der ist hart im Nehmen.) Und das ist alles auch noch minimal angesoult und außerdem so furchtbar melodiös, dass wir es auch an Rihanna verkaufen könnten.

Besondere Perlen wie ‚Help me close my eyes‘, ‚Fuckarias‘ oder ‚Can’t find Entrance‘ haben besonderen Pop-Appeal. Vielleicht liegt das daran, dass sich Patrik Berger als Produzent der Platte verantwortlich zeigt – jener Herr, der in letzter Zeit auch mit Robyn am Werke war. Auch Max Martin, Produzent von Katy Perry oder Kelis, hatte seine Finger im Spiel. Wo das hinführt, bleibt noch abzuwarten. Als Ass im Ärmel ist noch der letzte Track zu nennen, ein Duett mit The Maccabees-Sänger Orlanda Weeks, das sich auch musikalisch ein wenig abhebt.

Im Großen und Ganzen ist Daydreams And Nightmares keine große Veränderung zum Debütalbum, auch wenn die Presseinfo das weismachen will. Unter den einzelnen Lieder ist eine klare Linie zu erkennen – das ist ja nichts, wofür man sich schämen muss. Am Ende des Tages sind wir eben nur Mädchen, die Lieder brauchen, die sie in Gedanken ihrem Schwarm vorsingen. Auch wir wollen unseren Pop. Bitte. Danke.

THOSE DANCING DAYS live am 02.03.2011 in Berlin// Magnet

THOSE DANCING DAYS
Daydreams And Nightmares
(Wichita/ Cooperative Music)
VÖ: 25.02.2011

www.thosedancingdays.com
www.myspace.com/thosedancingdays

Autor: [EMAIL=melanie.gollin@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Melanie Gollin[/EMAIL]

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