BEANGROWERS am 05.12.2005 im Magnet Club

Vorzüglicher Auftritt. Ohne Vorband, dafür bis die Songs ausgingen.



So aufgeräumt, ja geradezu leer, hat man die Bühne des Magnet wohl selten vor einem Konzert gesehen. Die Amps kaum zu erkennen, das Schlagzeug eine Miniaturausführung, Effektgeräte nur soweit unbedingt nötig. Aber wichtiger ist ja, was man damit letztlich anstellt. Und die BEANGROWERS sind nicht umsonst bekannt für reihenweise knackige Dreiminüter, sind sie doch quasi die PIXIES des Mittelmeers. Ein Vergleich der sogar wörtlich passt, denn eine elfengleiche Erscheinung ist die kleine Alison Galea zweifellos.

Das aktuelle Album Dance Dance Baby galt es zu promoten. Entsprechend wurde die Platte fast komplett durchgespielt. Angefangen mit ‚Lucky Luca‘, ‚The Farewell Party‘ und ‚I Like You‘, bis hin zu ‚Waltz‘ und ‚Analyze‘. Und selbst trägere Stücke wie ‚The Priest‘, die auf Dance Dance Baby nicht unmittelbar überzeugen wollten, versprühen in der Performance plötzlich einen viel größeren Charme. Das kann man nun auf die Direktheit des Sounds oder Alison Galeas lasziven Gesang zurückführen, je nach persönlichen Vorlieben.

Spürbar Bewegung kam im leider nur halbvollen Magnet dann gegen Mitte des Sets auf, als die Klassiker ‚Astroboy‘, ‚Miffy‘ und auch ‚Dance Dance Baby‘ dem Publikum in Bein- und Nackenmuskeln fuhren. Den Abschluss bildete eigentlich ‚Advantage McEnroe‘, doch noch zweimal wurden die drei Malteser bereitwillig zurück auf die Bühne gefordert, bis mit ‚Genzora‘ der Hit gespielt war, die Non-Album-Tracks ‚Stop Heart‘ und ‚North Wind‘ rausgekramt waren und letztlich auch noch Drummer Ian Schranz (mit Unterstützung der Zuhörer) sein Jugenliebe-Lied ’16, 18′ gesungen hatte.

An noch mehr Songs konnte sich die Band dann nach eigenem Bekunden wirklich nicht mehr erinnern, für’s nächste Mal wurde aber vorsorglich ‚Stairway To Heaven‘ versprochen.

www.beangrowers.de

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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