BOBAFLEX – Apologize for Nothing


5 Typen, davon 4 Sänger… vielleicht eine Boyband? Wohl kaum.



Im Jahre 1998 brach Unheil auf unsere Welt herein. Der Beginn der anscheinend sinnlosen Quälerei von Gehörgängen war Point Pleasant, eine kleine Stadt in West Virginia irgendwo an der Badewanne, die man Ohio River schimpft. Auch der noch heute dort beheimatete Historikerverein scheint Point Pleasant nichts Interessanteres als die örtliche Ruderbootausleihe und alte Schulgebäude abgewinnen zu können.

Wie es in solchen kleinen ’Nestern’ üblich ist, sind familiäre Bande auch im Fall BOBAFLEX der Ausgangspunkt der Bandgeschichte. Die Brüder SHAUN und MARTIN McCOY holten MIKE STEEL, JEROD MANKIN und THOMAS JOHNSON ins Boot und legten fleißig los. Auch wenn sie selbst ihre Redneck-Wurzeln nicht verleugnen, haben sie sich die musikalische Verschmelzung der Einflüsse von Queen über Wu-Tang Clan bis hin zu Pink Floyd und klassischem Bluegrass auf die Fahnen geschrieben. Das Produkt der inzwischen in Ohio beheimateten Formation liegt dann allerdings eher im Bereich des Crossover mit Anlehnung an Nu-Metal und Hip Hop. Mit 4 Sängern, dementsprechend vielseitigen Vocals und sehr starker Betonung der Melodik versuchen BOBAFLEX sich aus der Masse der in diesem Genre beheimateten Bands abzusetzen.

Mit Apologize For Nothing präsentieren BOBAFLEX ihr zweites Album. Blöd nur, dass die Jungs vor noch nicht mal drei Monaten erst ihr Debüt Primitive Epic auf den deutschen Markt geschmissen haben. Bei mir zumindest hat es zu einer Überdosis BOBAFLEX geführt.

Der Opener von Apologize For Nothing, ‚Six Feet Underground‘, zeigt deutlich, wo die Jungs gern hin würden. Energetischer, melodischer Sound, aber irgendwie geht das Konzept nicht wirklich auf, und das Album verkommt spätestens nach dem 4. Titel zur belanglosen psychotischen Herumspielerei mit Gesangsmelodien vor exaktem, aber nicht überwältigendem instrumentalem Hintergrund.

Da BOBAFLEX derzeit recht erfolgreich durch die Staaten touren, ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis es sie auch in unsere Breiten verschlägt, und dann möchte ich nur an folgende Sätze erinnern:
„Im Jahre 1998 brach Unheil auf unsere Welt herein. Der Beginn der anscheinend sinnlosen Quälerei von Gehörgängen war Point Pleasant, eine kleine Stadt in West Virginia irgendwo an der Badewanne, die man Ohio River schimpft….“

BOBAFLEX
Apologize For Nothing
(TVT Records)
VÖ: 07.10.2005

[URL“>http://www.bobaflexwarriors.com
[URL“>http://www.tvtrecords.com
[URL“>http://www.hardbeat.de
[URL“>http://www.myspace.com/bobaflex

Autor: [EMAIL=christoph.albrecht@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Christoph Albrecht[/EMAIL]

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail