Caulden – Apology Accepted

Der Münchner Producer CAULDEN veröffentlicht sein zweites Album dieses Jahr. Sein raploser Lofi-HipHop hat an Potential gewonnen, auch wenn alle 10 Tracks unter zwei Minuten bleiben. In Deutschland wird das Genre genau wie Cloud Rap gebraucht, um den im arabischen Gangster-Trap festgefahrenen Deutschrap wieder auf Kurs zu bringen.

Schon der Opener „Saudade“ weist darüber hinaus auf Rock und zwar auf THE ALAN PARSONS PROJECT („Eye In The Sky“). Mit „Change“ wird der Hörer in einen glückseligen 70er-Jahre-Sound mit Chorgesang mitgenommen.

„It Takes Time“ ist nach „9PM“ eine weitere Zusammenarbeit mit NEDIM Š. Hier wird eine entspannte Gitarre zu Gehör gebracht. Noch stimmungsvoller wird es mit „Dew“.

„Feelings“ macht Cauldens Orientierung an der Lofi-Szene deutlich. Da ist diese Faszination für die guten alten 90er-Anime und was wäre dafür repräsentativer als Sailor Moon? Die legendäre erste Staffel wies für die Anhimmelung „süßer Typen“ genau jenes Jazz-Stück auf, das er hier hervorgekramt hat.

Schließlich noch mit „Apology“ einen Rap vorgeführt, ist der Reihumschlag gelungen. Wer Jazz an neue Hörer herantragen will, muss Auffassungsgabe und Gespür für Stimmungen beweisen und das hat er.

 

Caulden
Apology Accepted
(Selbstvertrieb)
VÖ: 23.11.2018

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