CHARLOTTE HATHERLEY – Grey Will Fade

[B]ASH-Gitarristin mit schönem Indiepop auf eigenständigem Solodebüt.[/B]

Gar nicht so einfach, als Mitglied einer solch viel beschäftigten und unentwegt tourenden Band wie ASH Zeit für die eigenen Songwriting-Ambitionen zu finden, geschweige denn, die während Tour und Albumaufnahmen der irischen Indierocker entstandenen eigenkomponierten Songs dann auch endlich in Form eines kompakten Albums zu veröffentlichen, insbesondere dann, wenn man hinsichtlich Produzent und Begleitmusiker ganz spezielle Vorstellungen hat.

Zusammen mit dem Schlagzeuger ROB ELLIS (PJ HARVEY), dem Produzenten ERIC DREW FELDMAN (FRANK BLACK) sowie dem Toningenieuer ROB LAUFER fand die 25-jährige Gitarristin 2003 in Los Angeles während der Aufnahmen zu ASHs Album [I]Meltdown[/I] schließlich doch die Zeit, mit den von ihr bevorzugten Mitstreitern an ihren Songs zu arbeiten, sodass es nun also doch endlich zur Veröffentlichung ihres mit viel Herzblut und großer Leidenschaft produzierten Debütalbums gekommen ist, auf dem sie sich überzeugend von ihrer Band emanzipiert und sich erstaunlich selbstbewusst zwischen catchy Indiepopsongs, schneidigen Rockern und gefühlvollen Balladen bewegt.

Liegen ihre persönlichen musikalischen Vorlieben ja durchaus breitgefächert zwischen KATE BUSH, DAVID BOWIE, den PIXIES sowie 80er Pop und Wave (nicht ganz von ungefähr spielte sie bei ihrem schönen Akustikgig vor wenigen Tagen im Sage Club in Berlin als Zugabe ‚Kids In America‘ von KIM WILDE), setzt sie auf ihrem Album vorwiegend auf funkelnden 90er Indiepop a la BELLY oder LUSH und den etwas straighteren und heftigeren Indierock der Marke BREEDERS oder BIKINI KILL, und natürlich schimmert auch Bandkollege TIM WHEELER gelegentlich als Songwriting-Pate durch.

Überwiegend klassischen, mit lange nachwirkenden tollen Refrains aufwartenden Indiepopsongs wie ‚Kim Wilde‘, ‚Summer‘ oder der ersten Single ‚Bastardo‘ stehen auf [I]Grey Will Fade[/I] aber mit ‚Paragon‘ oder ‚Stop‘ auch lärmende Rocksongs mit ordentlichem Gitarrengefiepe und eher sperriger Struktur als auch ungemein emotionale Stücke mit balladeskem Touch (‚Where I’m Calling From‘ oder die altbekannte wunderbare ASH-B-Seite ‚Grey Will Fade‘) gegenüber.

Insgesamt überrascht CHARLOTTE HATHERLEY mit einem äußerst gelungenen Debüt, auf dem sie ihre überwiegend schönen Indiepopsongs mit eigenwillig charmantem Gesang und – durchaus nicht selbstverständlich – mit gleichermaßen humorvollen wie poetischen Texten präsentiert und mit dem sie beweist, dass sie weitaus mehr ist als eine hübsche Randerscheinung in einer Jungs-Rockband.

CHARLOTTE HATHERLEY
[I]Grey Will Fade[/I]
(Pias/ Rough Trade)
VÖ: 07.02.05

[URL“>http://www.charlottehatherley.com
[URL“>http://www.piasrecordings.de

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