DAKOTA SUITE – Waiting For The Dawn To Crawl Through And Take Away Your Life

Leiser Abschied.



Ist CHRIS HOOSON nicht der allertraurigste Mensch der Welt? Oder zumindest der Musikwelt? Sämtliche seiner DAKOTA SUITE-Platten deuteten darauf hin. Mit einer unfassbaren Langsamkeit und Bedrücktheit waren sie belastet – oder sollte man sagen gesegnet? Auf jeden Fall waren sie trotz aller Depressivität stets auch wunderschöne Kleinode.

Mit Waiting For The Dawn To Crawl Through And Take Away Your Life liegt nun gewissermaßen das Abschiedsalbum von DAKOTA SUITE vor. Das zumindest verlautbart HOOSON im auf DVD beiliegenden Dokumentarfilm Wintersong. Jener gibt Einblicke in die Arbeitsweise HOOSONs, zeigt ihn als (mittlerweile) glücklichen Familienvater, Sozialarbeiter, FC Everton-Fan und als Musiker, der sich darüber wundert, dass man ohne großes Talent so viele Platten machen kann wie er. Nun aber sei alles gesagt, jedes Thema auf schmerzhafte Weise verarbeitet, so dass man von DAKOTA SUITE höchstens noch Instrumental-Platten zu erwarten habe.

CHRIS HOOSON betrieb das Musikmachen immer als Selbsttherapie. So sind auch die neuen Songs wieder düstere Skizzen, wie gewohnt im Zeitlupentempo, mit wenigen Akkorden, aber doch zutiefst berührend. Man wird diese Lieder vermissen, doch man wünscht ihrem Macher trotzdem, dass er keinen Grund mehr haben möge, rückfällig zu werden.

DAKOTA SUITE
Waiting For The Dawn To Crawl Through And Take Away Your Life
(Glitterhouse/ Indigo)
VÖ: 16.02.2007

www.dakotasuite.com
www.myspace.com/dakotasuite
www.glitterhouse.com
www.wintersong.ch/de/derfilm.php

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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