Dirty Sound Magnet – Western Lies

Das beschauliche Fribourg in der Schweiz hat einiges zu bieten, beispielsweise eine der höchsten Dichten an organsierten Sängern und Sängerinnen welteit. Daher verwundert es auch kaum, dass im Jahr 2015, als der damalige Sänger des Seventies-Rocker DIRTY SOUND MAGNET die Band verließ, kurzerhand Gitarrist STRAVO ans Mikro trat. Das Quartett schrumpfte zum Trio und definiert sich nun mit dem zweiten Album Western Lies quasi neu. Im eigenen Studioraum wurde ein abwechslungsreicher Heavyrock-Psychedelic-Monolith zusammengekleistert, der vor Experimentierfreude und spannenden Ideen nur so strotzt, dabei jedoch klassische Songstrukturen nicht aus den Augen verliert.

Zweifelsohne zieht sich ein Einfluss der 1970er-Jahre durch das gesamte Album.  Heavy-Rock-Momente wandeln sich zu psychedelischen Gitarrenwände, und vereinzelt, etwa in „My Dolly Bird“, kommt es sogar zu Abstechern Richtung Indiefolk. Dieser wird schnell von einem psychedelischen Brocken im Geist von PINK FLOYD und KING CRIMSON, dem zehnminütigen „Ecstasy of God“, in seine Schranken verwiesen.

Der beste Song auf Western Lies findet sich im instrumentalen „And Then We Die“: Nach sachtem Beginn bricht der Song kurz aus, um sich in einem verhallten, noisigen Höhepunkt zu entladen, welchem mehr als drei Minuten schwere Stille folgen – eine interessante Idee für einen Song mit einem so bedeutungsschwangeren Titel.

DIRTY SOUND MAGNET
Western Lies
(Nois-O-Lution)
VÖ: 12.05.2017

Live

12.05.17 CH – Fribourg – La Tour Vagabonde
13.05.17 CH – Thun – Mokka
01.06.17 CH – Bern – Rössli Bar

dirtysoundmagnet.ch

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