Dream, Ivory – When You Come Back, I Have So Much To Tell You

Die Brüder CHRISTIAN und LOUIE BAELLO sind wieder da. Ihr Indiepop-Hit „Welcome And Goodbye“ ist ihnen Segen und Fluch zugleich. Der kurze, zarte Lovesong ging 2022 viral, wich aber derart vom anschließenden Poppunk-Album About A Boy ab, dass es die Band danach nicht schaffte, sich wirklich als Indie-Act zu etablieren. Das wollen sie jetzt offenbar mit dem zweiten Album nachholen.

Los geht’s mit schnarrenden E-Gitarren in „I Don’t Even Know You“. Christian bleibt bei seinem ruhigen Gesang und den schwierigen Beziehungsthemen. „Bleed“ ist ein erstaunlich toller Elektrotitel. Er bleibt aber schön hörerfreundlich, trotz des den Gesang geradezu erdrückenden Noise. Auch in weiteren Tracks wie „Bullet Train“ treffen Synthie-Melodien auf diesen Lofi-Indiesound, während Dream, Ivory auch den Dreampop nicht vergessen haben („Solar Eclipse“). „At Zero“ kann dann als Kompromiss zwischen Lofi-Pop und Poppunk gelten.

Ein klarer Popsong, der auch im Radio laufen könnte, ist „All Good“. Hier gibt’s klare Vocals und eine eingängige Melodie plus eine eindeutige Liebesbotschaft: Junge will Objekt der Begierde seiner Auserwählten sein: „There’s nothing to wish for. You don’t have to use your imagination!“ Na, hoffentlich sieht sie das auch so. Ein Erfolg wie „Welcome And Goodbye“ könnte sich jedenfalls wiederholen.

Fehlt nur noch was zum Tanzen: „Lost Angeles“ peppt ihr übliches Songwriting mit Beats auf und Elektro-Trash-Hörern wird noch „Plastic Song“ hinterhergeworfen. Diese beiden Tracks stehen im Kontrast zu überzeugenden Rocksongs wie „Tangerine Dream“. Na, fürderhin muss doch der Durchbruch gelingen.

 

Dream, Ivory
When You Come Back, I Have So Much To Tell You
(Selbstvertrieb)
VÖ: 18.07.2026

www.dreamivory.com

Live

15.06.26, Köln, Blue Shell
17.06.26, Hamburg, Hebebühne
19.06.26, Berlin, Privatclub

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