EL PERRO DEL MAR – From The Valley To The Stars


Ein Konzeptalbum voll leiser Songskizzen.



Etwas Zeitloses wollte SARAH ASSBRING nach eigener Aussage mit ihrer neuen Platte schaffen, etwas „wie eine Sammlung von Hymnen oder Psalmen, nur in einem Pop-Kostüm“. Und ein klassisches „Album“ sollte es werden. Wenn damit gemeint war, bewusst auf besonders eingängiges Material zu verzichten, dafür aber ein Werk von großer Koheränz zu fabrizieren, hat die Schwedin mit dem zweiten Longplayer ihres Projekts EL PERRO DEL MAR die eigenen Vorgaben zweifelsohne erfüllt.

Anders als das selbstbetitelte 2006er Debüt, ohnehin nur eine Sammlung früher EPs, ist From The Valley To The Stars absolut wie aus einem Guss – dadurch aber nicht unbedingt leichter zu konsumieren. Das ambitionierte Konzeptalbum soll eine „persönliche Reflexion über ihre Idee, was der Himmel ist“ sein. Himmlisch klingt es dann auch und wirklich ein wenig sakral, so fixiert auf den über allem schwebenden Gesang ASSBRINGs, so reduziert in der Instrumentierung. Die Songs sind größtenteils sehr kurz, skizzenhaft, zumeist auch sehr leise, selbst das Mastering wurde dem angepasst, so dass man die Anlage ein gutes Stück weiter als gewohnt aufdrehen muss, um auf den normalen Lautstärkepegel zu kommen. Einzig und allein ‚Somebody’s Baby‘ fällt aus dem Rahmen der 16 Songs: Hier verbirgt sich tatsächlich echtes Hitpotenzial. Dass das Ganze dann vielleicht ein bisschen zu sehr an FEIST erinnert, ist absolut zu verschmerzen.

EL PERRO DEL MAR
From The Valley To The Stars
(Memphis Industries/ Cooperative Music/ Universal)
VÖ: 06.06.2008

www.myspace.com/elperrodelmar
www.elperrodelmar.com

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte[/EMAIL]

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