FINNTROLL + NAGLFAR + AMORAL am 08.04.2005 im K17

[B]Zwischen „Humppa“, schwingenden Haaren, Schweiß und wirklich bösen Worten… [/B]



Meine Erwartungen an diesen Abend im K17 waren recht hoch, zumal FINNTROLL ihre neue CD [I]Nattfödd[/I] sowie ihre finnischen Nachbarn AMORAL und die Black Metal-Ikonen NAGLFAR mit im Gepäck hatten.

Schon seit dem Beginn der Bandgeschichte im Jahre 1999 und ihrem Debütalbum [I]Midnattens Widunder[/I] schlugen FINNTROLL einen sehr eigensinnigen musikalischen Weg ein: Sie brauten sich eine Art eigenen Musikstil aus harten Gitarrenriffs, düsteren Growls und typisch finnischen Folk- und Polka-Elementen („Humppa“) zusammen.
Den genauen Gegensatz dazu bilden NAGLFAR, die seit Bestehen geradlinig klassischen Black Metal ohne viel melodiöse Untermalung spielen.
Man durfte sich also auf abwechslungsreiche, energiegeladene Auftritte freuen…

Doch den Startschuss gaben die mir bis dato noch unbekannten AMORAL, was sich als gute Wahl herausstellen sollte, denn sie wussten das pünktlich um 21 Uhr gefüllte K17 gut anzuheizen, und so sah man auch schon die ersten Haare durch die Halle fliegen. Treibende Gitarren, harte Vocals und abwechslungsreiche Melodien zeichnen die noch relativ junge Band aus und lassen für die Zukunft hoffen.

Mit bereits tosendem Applaus wurden dann die Jungs von NAGLFAR empfangen und mit den bezeichnenden Worten: „The devil is evil … but I’m more evil!“ begann ihr ca. halbstündiger Auftritt. Wobei „halbstündige Show“ es wohl doch eher treffen würde, denn es wurde im Endeffekt mehr geposed als musikalisch wirklich überzeugend dargeboten. Jeder Song klang wie ein einziger Brei aus Gitarren, treibenden Drums und eintönigen Vocals mit noch viel eintönigerem Inhalt.
Doch das Publikum entscheidet schlussendlich, und so verließen NAGLFAR mit ebenso begeistertem Beifall die Bühne, wie sie diese schon zu Anfang betreten hatten.

Nach einer kleinen Erholungspause vom Voract gingen nun endlich die Lichter wieder aus, jede Ecke des K17 schien inzwischen gefüllt und ein wirklich überzeugender Auftritt folgte: Nicht nur das sympathische Auftreten des FINNTROLL-Frontmanns, sondern auch die abwechslungsreiche musikalische Darbietung verwandelten das K17 in ein kleines Metal-Folk-Fest. Neben altbekannten Songs wie ‚Födosagan‘, ‚Rivfader‘ und ‚Kittledags‘ wurden auch die Neulinge der aktuellen CD vorgestellt, und diese waren ebenso mitreißend und headbang-tauglich wie schon ihre Vorgänger.

Insgesamt also ein wirklich lohnendes Konzert der Finnen und vielleicht beim nächsten Mal einfach ohne NAGLFAR. ;)

www.Finntroll.net

Autor: [EMAIL=maria.broberg@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Maria Broberg[/EMAIL]

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