Holly Macve – Golden Eagle

My Grandad was a classical composer, and my mum sang, and she said I was singing before I was talking.

Es ist nicht gerade die ungewöhnlichste Geschichte, die der Irin HOLLY MACVE den Weg vors Mikro geebnet hat, und doch mündet sie nur selten in ein so rundes, wundes Debüt, wie Golden Eagle eines geworden ist. Dabei hat mit Sicherheit nicht geschadet, dass Macve, heute gerade mal 21 Jahre jung, in ihrer musikalischen Sozialisierung von Bob Dylan und den Großen des Blues unterstützt wurde, Sound und Gestus ihrer Musik also zu gleichen Teilen am offenen Horizont und den allzu oft geschlossenen gesellschaftlichen Grenzen der USA geschärft wurden. So sind Songs entstanden, zu denen man unmittelbar emotional Stellung bezieht.

I’ve always been drawn to that old country sound with it’s simple and memorable melodies. I enjoy music that feels timeless, that you don’t know quite when it was recorded.

Dass es Macve gelungen ist, Musik zu schreiben, die ihr selbst Freude macht, merkt man aber nicht nur am zeitlosen Charakter der zehn Songs von Golden Eagle, sondern auch an der mitunter fast im Sakralen aufgehenden Ernsthaftigkeit, die den Stücken Kraft spendet und Richtung gibt. So ist denn auch der goldene Adler im Titel ein leiser, hoffnungsvoller Verweis auf den eingangs erwähnten, anno 2015 verstorbenen Großvater, den sie den Ketten des irdischen Daseins entwünscht und gen Himmel schickt.

HOLLY MACVE
Golden Eagle
(Bella Union / [PIAS] Cooperative)
VÖ: 03.03.2017

www.hollymacve.com

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