HUND AM STRAND – Berliner Act des Monats Januar 2006


Tataaa, 2006 ist da! Und mit ihm pünktlich unser Berliner Act des Monats!



HUND AM STRAND heißen die drei jungen Leut, die sich mit ihrer ersten Single ‚Jungen Mädchen‘ im Berliner Raum verdingt gemacht haben. Auch als Support der Augsburger Band ANAJO konnten Tina, Fabian und Marv bereits die hiesige deutsch-poppige Musikszene begeistern.

Ihr erstes Album Adieu Sweet Bahnhof, dessen Titel einer Comic-Geschichte von Max Goldt entstammt, handelt von Freiheit, Fernweh und Fremde im eigenen Alltag. Dabei sind die Melodien und Arrangements der Songs äußerst rebellisch und expressiv-rockig gehalten, Mitsingen und –schreien drängt sich hier förmlich auf.

Der frische Mix aus Berlin gefiel und zack – ehe man sich’s versah – war die Band beim Label von Familie Renner, Motor Music, gelandet. Mit solch starker Unterstützung kann es eigentlich nur noch aufwärts gehen. Aufgrund „höherer Gewalt“ traf sich BIB mit Fabian und Marv per Email zum Interview, das Ergebnis könnt ihr jetzt nachlesen.

BIB: Euren Bandnamen habt ihr ja aus einer Not heraus von einem Foto, dass besagten Hund an einem Strand zeigt. Habt ihr euch mittlerweile mit diesem ungewöhnlichen Namen angefreundet oder würdet ihr die Namensgebung am liebsten wieder rückgängig machen?

Fabian: Nein, der bleibt jetzt bis in alle Ewigkeit. Viele Leute denken bei dem Namen auch nicht mehr an eine Urlaubsidylle, sondern an unsere Band und ihre Musik. Das ist sehr, sehr schön…=)

Marv: Ich mag Hunde für mein Leben gern. Wenn ich jemals einen besitzen sollte, dann wird er „Schmidt“ heißen oder „Atze“.

BIB: Von wem kam denn die Initialzündung für HUND AM STRAND?

Fabian: Von Tina und mir gleichermaßen. Ich bestaunte ihre bunte, selbstgebaute Bassbox, die zu diesem Zeitpunkt noch unter ihrem Bett stand. Dann trällerte ich ihr schamhaft ein paar Lieder auf meiner Gitarre vor. Als ich fertig war, sahen wir uns in die Augen und wussten: Das ist der Beginn einer wunderbaren, durch Musik geprägten Freundschaft.

Marv: Klingt hier ja wie Romeo & Julia, aber lasst das mit dem Gift doch bitte bleiben, ja?

BIB: Hört sich auf jeden Fall nach einer sehr innigen Beziehung an :o). Kanntet ihr euch alle schon vorher oder habt ihr euch über die Musik kennen gelernt?

Fabian: Tina und ich kennen uns aus dem Uni-Alltag. Wir hatten einen Englischkurs zusammen, aber erst in der letzten Stunde haben wir uns auch mal miteinander unterhalten – über den Prüfungsstoff… Dann gab es regen Emailverkehr und schließlich kochten wir bei ihr Spaghetti. Dabei fiel mir ein gusseiserner Topfdeckel auf den Zeh. Ein Jahr später kam Marv dazu. Ich kannte ihn noch als Schlagzeuger von seiner alten Band EXPLOSIONSGEFAHR. Wie soll ich sagen? Er kam (in unseren Proberaum), sah (uns tief in die Augen) und siegte (indem er unsere Töne mit knackigen Beats unterfütterte).

Marv: Oh Wow! Fabi weiß, dass ich so gern Komplimente bekomme. Ich weiß nur, dass wir am Anfang immer unglaublich viel Glühwein getrunken haben während der Proben. Ich fühlte mich da sehr heimisch (nein, ich bin kein Suffi)!!!

BIB: Ihr seid ja nicht alle aus der Hauptstadt. Was hat euch denn hier her verschlagen?!

Fabian: Ich komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, aus der Nähe von Dortmund. Mein Musikwissenschaftsstudium ist vorübergehend auf Eis gelegt, aber ich will das schon noch abschließen. Tina kommt aus Mönchengladbach.

Marv: Ich komme aus Berlin, bin hier geboren, aufgewachsen, groß geworden. Aber so wirklich als Berliner fühle ich mich nicht. Dafür habe ich zu viele Verwandte in den angrenzenden Bundesländern =) Ja, und Studium und Arbeit gibt’s freilich auch noch, aber das bleibt geheim .. hehe.

BIB: Warum sollte sich das werte Radio- und Konzertpublikum HUND AM STRAND unbedingt anhören, bzw.: Was habt ihr, was andere nicht haben? ;o)

Fabian: Charme. Wir wollen rocken, ohne in diese alten, ausgelutschten Rockerposen zu verfallen. Druckvolle Musik und nachdenkliche Texte. Außerdem haben wir ein unglaublich nettes, gut aussehendes, kontaktfreudiges Publikum.

Marv: Sollen wir jetzt Werbung machen für uns? Das kenn ich doch sonst nur aus Vorstellungsgesprächen… Also ich kann nur von mir sprechen, ich hab Spaß beim Spielen und zeige das auch gern…

BIB: Betrachtet euch jetzt schon mal als eingestellt;o). Apropos Bewerbungsgespräch: Wie kam denn der Deal mit Motor Music zustande?

Fabian: Der bei Motor für A&R zuständige Eric Wrede kam irgendwann mal bei uns im Proberaum vorbei und sagte „Hello“. Tim Renner, seine Frau Petra, die das Label betreut, und Eric waren wohl irgendwie auf unsere Platte gestoßen, die damals schon auf dem Label „tenstaag“ (Hierbei jetzt viele Grüße an Michael Stroinski!) erschienen war. Dann kam eins zum anderen. Tim und Petra haben uns schon mehrmals live erlebt – auch nachdem Petra uns unter Vertrag genommen hat.

BIB: Könnt ihr euch noch an den Moment erinnern, als ihr das erste Mal euren Song im Radio gehört habt?

Fabian: Ich fuhr mit einem Freund in dessen Auto die Warschauer Straße entlang. Wahllos drückte ich auf den Knöpfen herum. Als die Anzeige auf dem Radio plötzlich ausging, erklärte mir mein Bekannter, ich hätte durch mein Gedrücke soeben die Diebstahlsicherung aktiviert und auf Musik müssten wir jetzt erstmal verzichten. In diesem Moment rief Marv auf dem Handy an und sagte, ich solle mal das Radio anmachen, die würden uns gerade auf Fritz spielen…

Marv: grins =)

BIB: Welche musikalischen Highlights stehen denn auf dem „HUND AM STRAND-Plan 2006“?

Fabian: Auf jeden Fall neue Lieder für ein zweites Album. Wann das erscheint, ist allerdings noch nicht abzusehen. Eine kleine Tour Anfang Januar, viele kleine Festivals im Sommer. Und natürlich noch mehr Blut und Schweiß auf der Bühne. =)

BIB: Eure Chance, ein Statement abzugeben, dass ihr Ende 2006 auf www.b-i-b.de überprüfen könnt: Was habt ihr euch persönlich für das Jahr 2006 vorgenommen?

Fabian: Ich möchte versuchen, mich neben der Bandtätigkeit wieder vermehrt um mein Studium zu kümmern.

Marv: Mehr Zeit für mich und für meine Zukunft und endlich mal wieder glücklich werden. Oh man, wie klingt denn das? Aber eigentlich wünsche ich mir das wirklich…

BIB: Habt ihr ein paar Tipps für unsere Berliner Nachwuchsbands zum Nachmachen und Durchstarten parat?

Fabian: Damit sie bekannter werden? Hmm… 1. Nette Musik wird nur in netter Umgebung produziert. Daher: Proberaum gemütlich einrichten. 2. Macht euch interessant: Erzählt allen, dass ihr untereinander Sex habt. 3. Zerstört eure Instrumente nur, wenn ihr es euch leisten könnt.

Marv: 4. Denkt Euch einen Namen aus, der etwas erzählt, den man sich leicht merken kann, und zu dem man immer eine halbwegs gute Geschichte erzählen kann. 5. Übertreibt’s nicht mit dem Spielen in Eurer Heimatstadt. Ihr wisst ja.. weniger ist oft mehr oder so.

BIB bedankt sich bei den Mitgliedern der Band für dieses nette Interview und wünscht einen erfolgreichen Start ins Jahr 2006!

HUND AM STRAND treten am 13.01.06 zusammen mit THE LEGENDS und ZUHAUSE im Rahmen des STROMUNDGITARRE-Festivals im Magnet auf.

www.hundamstrand.de
www.motor.de
www.add-on-music.de

Foto © Hund am Strand

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