„It’s The Team That Matters“ : Proton Popkomm Abend am 15.09.05 im Festsaal Kreuzberg


THE WHITE BIRCH, JULIA HUMMER & TOO MANY BOYS + SAVOY GRAND live im Festsaal Kreuzberg.

Wenn wohl auch nicht direkt im Rahmen des offiziellen Popkomm-Programms, so wurde die Gunst der Stunde von der Bookingagentur Proton dennoch genutzt, um unter dem Motto „It’s The Team That Matters“ im Festsaal Kreuzberg ein feines, im zurückgelehnten Indie- und Folkpop angesiedeltes Line-up während der hektischen Popkomm-Tage zu präsentieren.
Wie bei der Louisville Labelnight (

Die stets gerne und regelmäßig in Berlin gesehenen SAVOY GRAND aus Nottingham setzten nach einem relativ kurzen Set von HIDALGO aus Nürnberg ein erstes Highlight, auch wenn die Band auf ihren angestammten, wohl noch in einem Hotel in England auf die Abfahrt wartenden Bassisten verzichten musste und konsequenterweise – zumindest teilweise – auf eine viersaitige Unterstützung verzichtete. Bekannt entspannt und zurückgelehnt, laut Sänger/Gitarrist GRAHAM LANGLEY auf ihr übliches Rockset verzichtend (Kenner wissen natürlich um die Ironie dieser Aussage), setzten sie auf die Magie ihres behutsam instrumentierten, zeitlupenartigen Songwriterpops, spielten vornehmlich Songs ihres wunderbaren aktuellen Albums People And What They Want

Mit den Berlinern JULIA HUMMER AND TOO MANY BOYS, die zurzeit ja medienmäßig nicht nur wegen JULIAS bislang eigentlicher Profession als Schauspielerin und ihrem aktuellen Film „Gespenster“ – so richtig durchstarten und gute bis sehr gute Kritiken für das – an diesem Abend noch kurz vor der Veröffentlichung stehende – Debütalbum Downtown Cocoluccia (

Die norwegischen Melancholiker von THE WHITE BIRCH ließen sich beim Umbau dann leider doch allzu viel Zeit, was zu vorgerückter Stunde doch zu einer ziemlichen Geduldsprobe für die noch tapfer ausharrenden, natürlich auch bereits leicht ausgedünnten Anwesenden werden sollte. Allerdings hatte die Band um Frontmann OLA FLOTTUM auch ein mit Cello, E-Piano und Klopfschlagzeug bestücktes, beachtliches Instrumentarium aufgefahren, das natürlich aufeinander abgestimmt sein wollte.
Zahlreiche Songs ihres im November erscheinenden, lang erwarteten neuen Albums Come Up For Air wurden an diesem Abend zum ersten Mal live präsentiert und wurden – im bekannt spartanisch fließenden Band-Kontext, versteht sich – insgesamt eine Spur dynamischer vorgetragen und wirkten vielschichtiger instrumentiert als die Songs des wunderschönen Vorgängers Star Is Just A Sun, dankenswerterweise holten sie die ersten Eingeschlafenen zwischendurch mit ihrem fantastischen, für ihre Verhältnisse ungewohnt schwungvollen Indiepop-‚Hit‘ ‚Beauty King‘ schnell wieder aus dem Reich der Träume zurück.

Nach gut einer Stunde endete schließlich ein Auftritt, der trotz latenter Müdigkeitsanflüge unbedingt Lust auf das neue Album machte, und damit alles in allem ein schöner und angenehm entspannter Abend im Festsaal Kreuzberg.

Fotos (c) Proton

www.proton-team.com
www.juliahummer.com
www.savoygrand.com
http://thewhitebirch.one.no
www.hidalgomusic.de

Autor: [EMAIL=thomas.stern@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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