JOHNNY MARR – The Messenger


„The Queen Is Dead“.



THE SMITHS | THE CRIBS | THE PRETENDERS | BECK | TALKING HEADS | ELECTRONIC…
Es gibt ungemein viele Bands, denen JOHNNY MARR, einst als Gitarrist bei THE SMITHS bekannt geworden, angehörte oder die er zumindest als Session-Musiker unterstützte. Kein Wunder, dass er es kaum schaffte, eigene Songs zu veröffentlichen. Zehn Jahre nach seinem Solo-Debüt, einem Filmmusik-Job bei Christopher Nolan’s „Inception“ und einer scheinbar unendlichen Liste von Musikprojekten kehrte der 49-jährige Brite zurück aus Portland in die Heimat Manchester, um The Messenger aufzunehmen.

Das Album beginnt treibend mit durchgängigem Schlagzeugbeat und simplem Gitarrenriff. Was verwundert, sind nicht seine allerorts bekannten Gitarrenfähigkeiten, sondern eher sein Gefühl für Gesangsmelodien gepaart mit einfachen Akkorden. Das wird bei ‚I want the Heartbeat‘ und ‚Upstarts‘ umso deutlicher.

Catchy Melodien bleiben aber weiterhin der rote Faden, was die Frage aufkommen lässt, warum er nicht schon bei den Smiths mitsang. Dennoch, keine Experimente oder Spielerein. Nirgendwo. Der Titelsong kommt mit 80er-Jahre-Drumsound und Indie-Gitarre daher, gefühlvoll, aber sofort wieder vergessen. ‚Say Demesne‘ mit tiefer, halb gesprochener Stimme klingt schaurig und könnte die B-Seite der von Bowie kürzlich veröffentlichten Single ‚Where Are We Now‘ sein.

Nach dem 12. und letzten Song hört sich The Messenger rund und wohl durchdacht an. Leider überrascht es kaum, und Trends werden auch nicht umgekrempelt. Diese Aufgabe ist wohl der nächsten Generation vorbehalten. Johnny bleibt sich treu, was wohl auch wichtiger ist.

Johnny Marr
The Messenger
(Label/Vertrieb: Warner Music)
VÖ: 01.03.2013

www.johnny-marr.com
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Autor: [EMAIL=ronny.rau@hotmail.com?Subject=Kontakt von der Website]Ronny Rau[/EMAIL]

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