MIO MYO – Ghost Fades EP

Der „Ghost Rock“ kehrt zurück. Kaum ein Jahr nach dem Debütalbum Philharmonic Manic Mass Attack veröffentlichen MIO MYO ihre neue EP nach wie vor in Eigenregie. Diese entwickelt den Mix aus Indie und Electronica weiter und schwelgt erneut in zauberhaften Melodien.

Vor drei Jahren entstand das Projekt MIO MYO aus der Kooperation Nürnberger und Berliner Musiker. Zu diesen gehören in der aktuellen Besetzung UWE EGER (Gesang, Gitarre), THOMAS AUTENRIETH (Bass), BENJAMIN POLLACH, der die Elektrosounds zusammenfrickelt, und MICHAEL ANGERER (Drums).

Mit ‚Switch‘ gelingt der Band genau der Opener, den die Fortsetzung des Erstlings verlangt. Die Gitarre ertänzelt sich eine zarte Melodie, die mit Drums und Beats versetzt wird. Dann ist auch EGERS ungewöhnliche, immer etwas verzweifelt anmutende Stimme wieder im Äther und erzählt von jenen Beobachtungen und Bildern, aus denen sich seine rätselhaften Texte aufbauen.

‚Unicorns‘ kehrt ein wenig zu den pluckernden PC-Sounds des Erstlings zurück, stellt jedoch auch das von BIANCA RIESNER gespielte Cello vor, das für diese EP sehr wichtig wird. Das Stück thematisiert mit beunruhigender Kälte das universelle Medienmonster, dem man sich stellen muss („We don‘t want to bei monitored.“).
Dagegen ist das sich anschließende ‚Moon Movie‘ für MIO MYO-Verhältnisse heiter und besonnen, eben so wie das Mädchen, das in den Lyrics nächtens auf dem Dach tanzt. Die versponnenen Arrangements stellen aber stets eine gedrückte – oder besser – entrückte Atmosphäre her.

Die EP Ghost Fades ist insgesamt eine äußerst lohnende Angelegenheit, mit sechs Songs in 27 Minuten zudem erfreulich vollgepackt und bietet erneut „the sweetest ghost rock symphony“.

www.miomyo.de
www.myspace.com/miscymusic

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