Foto: neverleavetheclouds
POPTRAVEL. Unter diesem Namen berichten wir in unregelmäßigen Abständen vermehrt von unterwegs: Porträts, Interviews, Konzert- und Festivalberichte im berühmten Blick über den Tellerrand. Normalerweise …
… denn in dieser Ausgabe (und wie schon bei unserem Trip in die Wüste von Nevada) geht es nicht um Kultur, sondern um Natur – und diesmal in die Parks und Wälder von Ruanda. Ein täglicher Ticker wie sonst bei Poptravel ist es diesmal nicht geworden, dafür war angesichts von Distanzen und Dauer unserer Ausflüge schlicht keine Zeit. Wir haben euch den Trip aber in einer Fotostory zusammengefasst – produziert wie immer in Kooperation mit dem Reise- und Design-Blog neverleavetheclouds …
Nach der Ankunft am internationalen Flughafen in der Hauptstadt Kigali ging es zunächst in den Big-Five-Nationalpark Akagera. Für den männlichen Löwen, den wir auf den letzten Kilometern vor der Ausfahrt tatsächlich in der Ferne (auf einem Baum!) gesehen haben, hätte es mehr als ein einfaches Teleobjektiv gebraucht, den können wir euch also nicht zeigen. Wohl aber die folgenden Eindrücke …






Fotos: neverleavetheclouds
Nächster Stopp war der Nyungwe-Nationalpark. Nach einem abendlichen Trip über eine irre Hängebrücke ging es am nächsten Morgen im Gefolge von persönlichen Trackern für rund anderthalb Stunden durch den Wald – auf der Suche nach den dort in Freiheit lebenden Schimpansen. Der Job des Netzwerks aus Trackern ist es, den Tieren zu folgen. Dabei notieren sie nicht nur Infos, die letztlich Forschung und Artenschutz dienen, sondern sind auch das entscheidende Tool im Tourismus, um die Begegnung von Mensch und Tier– mit gebührendem Abstand, versteht sich – überhaupt zu ermöglichen. Anders gesagt: Ohne Tracker sieht man die Affen vor lauter Bäumen schlicht nicht …

Fotos: neverleavetheclouds
Nach einer Fahrt durch Teeanbaugebiete, deren hügelige Anlage Assoziationen an Vietnam weckt …
Foto: neverleavetheclouds
… und einer Stippvisite am traumhaften Kiwusee …
Foto: neverleavetheclouds
… kamen wir schließlich im Volcanoes-Nationalpark an – Schluss- und Höhepunkt einer unvergesslichen Woche. Die hochgelegene Region im Norden von Ruanda ist nicht zuletzt durch die Geschichte der bedeutenden, man möchte sagen: legendären Gorilla-Forscherin Dian Fossey, deren Leben und Arbeit im Hollywood-Film „Gorillas im Nebel“ (mit der perfekt gecasteten Sigourney Weaver) verewigt wurde. Natürlich kann man die Gorillas auf mehreren, unterschiedlich schweren Tracks auch beobachten – wie in Nyungwe ist man dabei allerdings komplett auf die Organisation und Unterstützung der Guide- und Tracking-Teams vor Ort angewiesen. Und: Das Procedere mag grundsätzlich gleich sein, doch selbst unser „mäßig schwerer“ Track bedeutete mehr als drei Stunden Fußmarsch über schier sumpfigen Untergrund (wenn es in Ruanda regnet, regnet es gern so richtig) und durch Bambushaine (und einmal sogar über ihre Krone hinweg!) – nichts für Ungeduldige oder Turnschuhtouristen. Umso bewegender ist dann aber die Begegnung mit den gewaltigen Tieren, die sich dennoch – durch entsprechende Geräusche von den Trackern auf unsere Ankunft vorbereitet – kaum um uns scherten. Hier einige Eindrücke …



Fotos: neverleavetheclouds
… und das war es dann auch mit dieser von vorn bis hinten unvergesslichen Reise. Knapp drei Stunden dauert die Fahrt mit dem Auto von Volcanoes zurück nach Kigali – wenig Zeit angesichts der enormen landschaftlichen Veränderungen, die man während des Trips beobachten kann.
Die Reise wurde unterstützt durch Visit Rwanda.