MS JOHN SODA + JEL am 20.03. 2006 in der Maria am Ostbahnhof

[b]
Einfach nur schön.



JEL, die eine Hälfte von THEMSELVES, eröffnet den Abend mit seinen Hip-Hop-Samples, gelegentlichen Raps und, vor allen Dingen, seiner abgefahrenen Art die Drummachine zu bedienen. Seine Finger vermögen es während der Performance, den Großteil des Publikums zu hypnotisieren. Es ist auch schwer, den Blick von seinen Händen, die auf der Maschine wie auf einer Tastatur umher wirbeln, abzulassen. Auf diese Weise entsteht ein Gewitter aus Beats und Samples und erinnert phasenweise etwas an DJ SHADOW, nur dass man bei JEL sieht, wie der Sound entsteht. Großes Kino!

Etwas poppiger geht es beim Hauptact des Abends zu. MS. JOHN SODA haben kürzlich ihr zweites Album [i]Notes And The Like[/i] veröffentlicht und, was soll man sagen, es ist fantastisch. Gemütlichkeit, Nachdenklichkeit, Tanzbarkeit – alles dabei. Und genau das gilt es für STEFANIE BÖHM und MICHA ACHER auch live umzusetzen.
Beide kommen mit einem Bass um den Hals auf die Bühne. MICHA steht links, mit reichlich Platz für seinen schon legendären Vor-Zurück-Tanz, STEFANIE rechts neben dem Keyboard. Hinter ihnen sitzen noch THOMAS GELTINGER am Schlagzeug und CARL OESTERHELT an KEYBOARD und Gitarre. Die Gitarre kommt aber höchst selten zum Einsatz, der Großteil der Geräusche, die man einer Gitarre zuschreiben würde, ertönen aus einem der Keyboards.

Mit ‚A Nod On Hold‘ und ‚Hands‘, die auch das neue Album eröffnen, geht es los. Und sofort ist man als Besucher in dieser ganz besonderen Stimmung gefangen. Eine Stimmung, wie sie eigentlich nur von MS. JOHN SODA und deren Labelmates, Freunden und Verwandten von LALI PUNA kreiert werden kann. Der Musik gewordene Tagtraum.
Auch einige Songs vom Debütalbum [I]No P. or D.[/I] sind im Set enthalten, unter anderem das malerische ‚Solid Ground‘. Die bereits erwähnte Gitarre in den Händen CARL OESTERHELTs findet Verwendung bei ‚Scan The Ways‘ und ‚No. One‘, die auch gleich etwas rüder daher kommen. Besonders ‚No. One‘, das Ende des regulären Sets, ufert in einem minutenlangen Crescendo.
Danach geht’s zwar erst mal von der Bühne, die Zugabe ‚Outlined View‘ ist zur Freude der Besucher aber doch noch drin. Diese haben auch nach dem Konzert allesamt ein breites Grinsen ob der Schönheit der vergangenen Stunde auf dem Gesicht.

www.msjohnsoda.de
http://www.anticon.com/jel.html
www.clubmaria.de
www.morrmusic.com

Autor: [EMAIL=alexander.eckstein@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Alexander Eckstein [/EMAIL]

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail