NADA SURF – The Weight Is A Gift

Let Go Vol. 2 – nichts Neues – und gerade deshalb so gut.



NADA SURF sind schon ein Phänomen. ‚Popular‘ (High/Low, 1996) machte sie quasi über Nacht zu den Hoffnungsträgern des Collegerock. Das eigentlich grandiose Nachfolgealbum The Proximity Effect floppte 1998 jedoch so sehr, dass sie bis 2002 brauchten, um sich für den dritten Versuch zusammen zu raufen. Und tatsächlich war Let Go wieder ein großer Wurf, der diesmal auch dankbar angenommen wurde.

Mittlerweile sind sie beim Label City Slang gelandet, und The Weight Is A Gift bietet natürlich alles, was man an NADA SURF immer lieben musste: mehrstimmigen Gesang in Hülle und Fülle, dazu stets das richtige Maß Pop-Appeal ohne damit jemals ins Formatradio-Schema zu passen.

Sofort zum NADA SURF-Klassiker wird in jedem Fall ‚Always Love‘ werden, in dem die ganze Melodieseligkeit der Band kulminiert und auf den Punkt gebracht wird. ‚Imaginary Friends‘ dürfte ebenso zum Liebling der Fans werden, schließt es doch nahtlos an die großen Hymnen von Let Go an. ‚Blankest Year‘ hingegen erinnert an die ganz frühen NADA SURF. Kein Ton zuviel, in kaum mehr als zwei Minuten auf den Punkt gebracht: „Oh fuck it/ I’m gonna have a party“.

Wahnsinnige Neuerungen darf man von The Weight Is A Gift allerdings nicht erwarten. Der Sound entspricht fast 1:1 dem Vorgänger, die Songs nimmt man auf wie alte Bekannte. Das kann man als künstlerischen Stillstand abtun, die Zielgruppe wird es aber garantiert lieben. Einlegen, lautdrehen, wohlfühlen. Muss man mehr erwarten?

NADA SURF
The Weight Is A Gift
(City Slang)
VÖ: 05.09.2005

www.nadasurf.com
www.cityslang.com

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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