Nubiferous/Sol Mortuus – Sorni-Ekva

Für das vorliegende Split-Album haben sich zwei vortreffliche Akteure des Ritual Dark Ambient aus Russland zusammengerauft: SOL MORTUUS und NUBIFEROUS mit jeweils vier Stücken zwischen sechs und 13 Minuten Länge. Sorni-Ekva ist der sibirischen Göttin Umay, der „goldenen Frau“, gewidmet. Das Cover zeigt sie, wie sie die „Kut“, die Seele eines Menschen trägt.

Die schamanische Religion wird hier mit Gusli (Kastenzither), Harve, Kalyuka (Obertonflöte), Tamburin und Maultrommel vermittelt. Der Hörer ist ganz in der spirituellen Sphäre. Zu düsteren Drones tischt Sol Mortuus etwa auch Kehlgesang auf („Manija-Tump“).

Der Dark Ambient-Anteil ist bei Nubiferous stärker. Orientierte er sich bei der EP Jol zur letzten Wintersonnenwende noch hörbar an BLOT HEATHEN, ist er nun wieder ziemlich back to the roots zu hören. Zwischen Windsgeheul und Eisenkrach dröhnt es hier, während etwa ekstatische Trommeln klopfen („Kojp“, „Itterma“). Wie im Dark Ambient üblich, scheinen die Field Recordings mal in einer Gebirgshöhle, mal in einer Fabrik aufgenommen zu sein. Für verrückte Tagträume braucht es hier keinerlei Drogeneinfluss.

 

Nubiferous/Sol Mortuus
Sorni-Ekva
(Black Mara Records)
VÖ: 04.07.19

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