Rise Against – Wolves

Wie? RISE AGAINST sollen ihren Biss wiedergefunden haben? Das legt das Cover nun überdeutlich nahe und verlangt eine Überprüfung der weltberühmten Punkrockband, deren letztes Album The Black Market (2014) sich hierzulande super verkaufte, aber eben wenig die Szene, aber viele Formatradios bediente.

Ebenso geht es auch auf Wolves weiter, nur einen Gang härter. Trump dürfte auch in dieser Band den Kampfgeist geweckt haben, ähnlich wie in SUM 41, deren 13 Voices vom letzten Jahr sie in Sachen Härte noch immer überbieten, nicht jedoch im Songwriting.

Der Titel-Opener haut zwar tüchtig rein, doch bleibt er lyrisch im Vagen genau wie „The Violence“. Wie soll jemand etwas gegen Abschottung („How Many Walls“) und Verelendung der US-Bevölkerung tun, wenn nicht Ross und Reiter genannt werden? Da ist olle DERYCK WHIBLEY einfach mutiger. Wer eine Revolution fordert, sollte schon revolutionäre Musik einsetzen. Der Rise Against schon immer begleitende Vorwurf, ihre Songs ähnelten einander zu sehr, gilt hier ebenfalls wieder.

„House On Fire“, „Politics Of Love“ und „Mourning In America“ bieten schöne Melodiezüge auf und fordern so zum Mitsingen auf, was jedoch von den Alternative-Stars durchaus erwartet werden kann. Vollkommen unnötig dagegen sind die ewigen „Whoa-hoho“-Chöre („Parts Per Million“, „Megaphone“), die zu viele andere Bands einsetzen. Die hätten gern mit mehr Hardcore-Parts ersetzt werden können, um den Tracks eine längere Halbwertszeit zu verschaffen.

RISE AGAINST
Wolves
(Virgin/Universal)
VÖ: 06.06.2017

www.riseagainst.com

Live

11.08.17 Rothenburg, Taubental Festival
12.08.17 Saarbrücken, Rocco del Schalcko Festival
13.08.17 Eschwege, Open Flair Festival
14.11.17 München, Zenith
15.11.17 Frankfurt, Festhalle
17.11.17 Düsseldorf, Misubishi Electric Halle
18.11.17 Hamburg, Sporthalle
19.11.17 Berlin, Velodrom

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