Sit Down And Sing 2 – KRISTOFER ASTRÖM, MARIA TAYLOR und WOLKE am 23.01.2007 im Palais der Kulturbrauerei

Sitzplätze, Gesang und neue Freunde.



Auch der zweite Teil der „Sit Down And Sing“-Tournee kann wohl wieder als voller Erfolg gewertet werden. Zumindest die Show im Palais der Kulturbrauerei fand vor gut gefüllten Reihen statt. Dazu gediegenes Ambiente, Bestuhlung, Empore, ein Flügel auf der Bühne – viel mehr kann man sich kaum wünschen für einen Abend voller Harmonie.

Harmonie, die offenbar die vertretenen Bands erfasst hatte, welche sich genau zwei Wochen nach Tourbeginn als „new best friends“ (Zitat KRISTOFER ASTRÖM) präsentierten. Zunächst waren da die Kölner WOLKE, die sich unter Beifall als die „Gruppe Razorlight aus England“ vorstellten – eine verschmitzte Anspielung auf den noch größeren Andrang im Maschinenhaus nebenan. Verzichten mussten OLIVER MINCK und BENEDIKT FILLEBÖCK auf Beatbox und Bass, schließlich verlangte das Konzept der Reihe Reduktion. Dem setzte OLIVER MINCK zwar ein Mini-Xylophon und Mundharmonika entgegen, trotzdem wirkten die beiden wie ein perfektes Barmusik-Duo. Erste Highlights des Abends: Die Gastauftritte von ASTRÖM in WOLKEs wohlgemerkt deutschsprachiger (!) Version des Queen-Hits ‚I Want To Break Free‘ und der (ebenfalls deutsche) Einsatz MARIA TAYLORs in ‚Wir werden immer jünger‘. Spickzettel inklusive.



KRISTOFER ASTRÖM, der eigentliche Headliner, durfte schon als zweites ran. Beschränkt auf seine Gitarre als Begleitung, kommen seine Songs immer besonders intensiv rüber, das wusste man schon von spartanischen Alben wie Loupita, und so war es auch an diesem Abend. Geboten wurden Trinklieder (‚One More Drink‘, ‚I Got Me Drinking‘), Lovesongs (‚She Loves Me‘), Lieder über Tiere (‚Me And The Snakes‘), kleine Hits (‚The Wild‘, ‚All Lovers Hell‘) sowie noch unveröffentlichtes Material, das voraussichtlich ab April erscheinen soll. MARIA TAYLOR hatte bei ‚Better With The Night‘ einen ersten Gastauftritt, noch ergreifender war dann aber die gemeinsame Elvis-Schmonzette ‚Always On My Mind‘, zu der sich auch OLIVER MINCK gesellte.



MARIA TAYLOR, die grazil-anmutige Chanteuse aus Alabama und Mitglied der Saddle Creek-Familie, rundete den Abend dann ab. Sie durfte sogar mit der Opulenz eines zusätzlichen Bassisten sowie eines zweiten Gitarristen auflaufen. Zunächst der allgemein einsetzenden Müdigkeit angepasst sehr schüchtern, nahm sie langsam Fahrt auf, und zu ihrem großartigen ‚Song Beneath The Song‘ standen dann alle Beteiligten auf der Bühne und sangen gemeinsam die Zeilen „It’s not a love / it’s not a love / it’s not a love / it’s not a love song“. Noch schöner dann aber die letzte Zugabe – die eigentlich unfassbar abgenudelte und in sämtlichen Castingshows gern vertretene Cyndi Lauper-Schnulze ‚Time After Time‘. Da kamen dann fast schon verspätet weihnachtliche Gefühle auf.

www.kristoferastrom.com
www.myspace.com/mariataylor
www.wolke-koeln.de
www.tapeterecords.de
www.palais-kulturbrauerei.de

Fotos © Sibylle Mall (WOLKE), V2, MARIA TAYLOR

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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