Sternburg Rot am 01.06.2008 in der Junction Bar

Na, nach dem Getränk, unter dessen Einfluss ihre Songs entstehen, braucht man wohl nicht zu fragen. STERNBURG ROT versorgten am ersten Junitag die Junction Bar mit ihrem eigenen Konzept aus Pop, Punk und Liedermacher und stellten die typisch Berlinerische Atmosphäre eines warmen Abends in der Stadt her.

Die aus verschiedenen Städten stammenden JOHANN JÜRGENS (Vocals), BERNHARD FRESE (Gitarre), THOMAS LENDERS (Bass) und MATTHIAS SUTER (Drums) haben sich vor ein paar Jahren zusammengefunden und betrachten Berlin inzwischen als ihr Hauptquartier. Noch ohne Label, haben sie bereits seit dem letzten Jahr ein Demoalbum im Kasten.
JOHANN JÜRGENS betritt allein mit der Klampfe ganz nach Singer/Songwriter-Art die Bühne und eröffnet den Abend mit einer Alltagseschichte von einem alten Mann, der überall ‚Gespenster‘ sieht. Als er sich bei ‚Mensch‘ selbst am Keyboard begleitet, hört man stimmliche Vorbilder wie RIO REISER und GERHARD SCHÖNE aus seinem Gesang.

Für ‚Entfesselt‘ kommen dann seine Band-Kameraden aus dem Publikum hinzu, und die Szene wechselt zum Pop-Punk-Konzert. Nur JÜRGENS Liedermacher-Gesang bleibt als charakterisches Konzept bestehen, mit Humor stellt er dann zwischendurch seine Musik und Band vor. Die folgenden Punkstücke orientieren sich an Ska und bieten gekonnte Tempi-Wechsel (‚Mach dich leer‘) und Song-Brüche (‚Schweinehund‘). Den anwesenden, ca. zwanzig Zuschauern gefällt es auf jeden Fall.

Leider bleiben JÜRGENS Liedermacherparts insgesamt zu bestimmend. Die Texte sind persönlich, locker-knuffig und, ja, „seicht“, worauf schon die Bandseite hinweist. Trotz der guten Instrumentierung bleibt wenig Raum für Experimente, obschon der richtige Ansatz des Sängers vorhanden ist („Mach was Neues, mach, was dir gefällt.“). Da sich diese Band aber ohne Zweifel entwickeln kann, bedarf es jetzt eigentlich nur noch der Unterstützung in Form eines Labels.

www.sternburg-rot.de
www.myspace.com/sternburgrot

Fotos © Stefan Zimmer

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