The Airborne Toxic Event (+ Glint) am 25.08.2009 im Frannz

The Airborne Toxic Event

„Like a house party!“ freute sich Sänger MIKEL JOLLETT, wie er da durch die Brille in die erwartungsvollen Mienen strahlte. Ja, ein rundes Konzert lebt von Aktivität auf und vor der Bühne. Und darüber konnten sich die Damen und Herren von THE AIRBORNE TOXIC EVENT am Abend des 25. August wirklich nicht beschweren. Sie ließen sich feiern.

Schwül ist es schon, bevor die Elektrorocker von GLINT an ihre Instrumente gehen. Band-Kopf JASE BLANKFORT singt mit hoher, trainierter Stimme und holt sich das Publikum erst einmal mit MUSE-ähnlichen Rockeinlagen heran. Stimmiger, melancholischer New Wave ist zu hören, bevor Keyboarder Alon Leventon mehr und mehr mit Beats das Ruder übernimmt. Lang gezogene Vocals und SNEAKER PIMPS-Melodien kontrastieren in einem bereits professionellen Sound.

60 bis 70 Frannz-Besucher müssen nicht lange auf THE AIRBORNE TOXIC EVENT harren. Die Indiehasen entern die Stage und spielen sich erst einmal in Ruhe in einem Intro ein, bevor sich allmählich ‚Something New‘ herausschält. Wenn diese Band weiß, wie man einen Song mehr und mehr im Spannungsbogen steigert, dann ziehen auch ihre Fans immer mehr an, was Jubel, Trubel, Heiterkeit angeht. Mag sein, dass es auf einem EDITORS-Konzert technisch noch perfekter zugeht, aber sicher nicht so ausgelassen, obwohl JOLLETT ja auch bittere Texte intoniert.

Nach dem Hitblock sind auch ein paar neue Songs drin: weitere New-Waver und ein jammerndes Akustikstück, das JOLLETT allein mit Violonistin ANNA BULBROOK vorträgt. Man wünscht ihm vergebens, bei der Hitze einfach den Anzug auszuziehen. Und für das lange Vorspiel von ‚Innocence‘ hat er inzwischen auch einen Text in petto.

Die Zugaben sind dann Spaß für alle: Die Band trifft sich zum Kollektivtrommeln an den Drums, JOLLETT und BULBROOK strobern inmitten der Menge umher und man probiert sich am All-Time-Klassiker ‚Folsom Prison Blues‘ von JOHNNY CASH. Anschließend gibt es in ‚Missy‘ ein kleines Erkenne-den-Song-Spiel für die Zuhörer: JOLLETT probiert sich an ‚Ask‘ und ‚Panic‘ von seinen Vorbildern, den SMITHS.

Wenn man so die Leute im Umgang mit den Fans und sich sieht, wenn beispielsweise jeder mal von den Boxen springen darf, wirkt das alles freundschaftlich, wie die DECEMBERISTS in schick. Bleibt nur noch JOLLETTS Frage, woher denn alle die Band kennen. „From the internet?“ Mag sein.

www.theairbornetoxicevent.com
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