THE DUKE SPIRIT – Neptune


In der Wüste Kaliforniens entstandenes, grandios brodelndes Psych’n’Roll-Gebräu auf dem zweiten Album von der Londoner Band um Frontfrau Liela Moss.



Schon mit ihrem Debütalbum Cuts Across The Land (2006) und dem darauf enthaltenen kleinen Hit ‚Love Is An Unfamiliar Name‘ ließ das Londoner Quintett um Frontfrau Liela Moss vor zwei Jahren aufhorchen, inszenierten THE DUKE SPIRIT darauf doch einen ungemein pulsierenden, schwer nach vorne gehenden Rock’n’Roll mit 60er-Anleihen und begehrte Liela Moss in puncto Ausstrahlung und kraftvoll-prägnanter Stimme schnell berechtigten Einlass in die Phalanx charismatischer Indie-Frontfrauen wie beispielsweise Karen O (Yeah Yeah Yeahs), Kate Jackson (The Long Blondes) oder Alison Mosshart (The Kills).
Der Nachfolger Neptune wurde nun mittels produktionstechnischer Betreuung von keinem Geringeren als Desertrock-Ikone Chris Goss (Masters Of Reality, Queens Of The Stone Age, Kyuss) in der Wüste Kaliforniens aufgenommen und katapultiert die Band insbesondere in Sachen Songwriting in ein deutlich höheres Reifestadium.

An Bands wie The Jesus And Mary Chain oder The Kills erinnernde straighteren Songs mit zwingender Hookline und unwiderstehlichem, im bluesigen Rock’n’Roll verwurzeltem Drive (‚Send A Little Love Token‘, ‚Into The Fold‘, ‚My Sunken Treasure‘) stehen nahezu gleichberechtigt wesentlich intimere, an Velvet Underground oder Mazzy Star gemahnende Sehnsuchtsoden mit unüberhörbaren Anleihen bei schillernder 60s-Psychedelia und gebrochenem Folk gegenüber, von denen insbesondere ‚Dog Roses‘, ‚Neptune’s Call‘ und ‚Wooden Heart‘ für ganz wunderbare, schwer melancholisch gefärbte Momente sorgen. Letzeres („I would understand your heart if I could feel it…“) entwickelt sich über schleppendem Rhythmus und warm angeteaserten Noisegitarren im Verbund mit den unschuldig gehauchten Vocals von Liela Moss und aus der Ferne sehnsüchtig herüberwehenden Trompetenklängen zu einer wahren Killer-Ballade und damit zum wohl schönsten Song des Albums.

THE DUKE SPIRIT legen mit Neptune ein Album vor, das die auf ihrem Debütalbum zwar schon vorhandenen, aber lediglich angedeuteten Qualitäten entschlossen bündelt, und sind mit ihrer hypnotischen Melange aus rasantem Rock’n’Roll und verträumter Psychedelia artverwandten Bands wie beispielsweise (den natürlich dennoch tollen) The Kills insbesondere in Sachen Songwriting und Ideenreichtum schon jetzt eine Länge voraus.

THE DUKE SPIRIT am 13.01.09 live in Berlin/ Lido

THE DUKE SPIRIT
Neptune
(PIAS/ Rough Trade)
VÖ: 11.04.2008

www.dukespirit.com
www.myspace.com/thedukespirit
www.piasrecordings.de

Autor: [EMAIL=thomas.stern@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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