Washington – Astral Sky

Washington - Astral Sky

Drei Jahre haben sich WASHINGTON aus Tromsø seit ihrem letzten Longplayer A New Order Rising (siehe ) Zeit genommen. Jetzt kommen sie zurück, um mit hymischem, teils Americana-geprägten Indiepop den Frühling zu begrüßen.

Die Norweger RUNE SIMONSEN (Gesang, Gitarre), ESKO PEDERSEN (Schlagzeug) und ANDREAS HøYER (Bass), alle drei gerade einmal 23 Jahre alt, sind ihrem Stil der warmen und nachdenklichen Songs treu geblieben. SIMONSENs pathetisch-melodiöse Stimme und der Hintergrund aus Gitarren und Cello lassen hin und wieder den Gedanken an den US-amerikanischen Countrystar John Denver aufkommen. Die Verbindung von Cello oder Geige konnte ja bereits Altmeister Billy Bragg Countryanflüge verleihen. Man denke nur an sein ‚You Woke Up My Neighbourhood‘, das hier mit dem schönen ‚Trenches‘ korrespondiert.

Das Titelstück wendet sich vom heiteren blauen Himmel dem ‚Astral Sky‘ zu. Komplex wird mit Synthies und Gitarre gespielt, während RUNE SIMONSEN sich in Selbstzweifeln verliert. Das getragene ‚Oh My‘ kommt dabei mit seiner Klavieruntermalung der Travis-Melancholie sehr nahe. Eher folkig sind ‚Aftermath‘ und das mit Elektroorgel harmonisierte ‚The Stand‘. ‚I Lost My Way‘ legt einen wunderbar-traurigen Auftakt mit einsamen Klavier hin, um sich dann wieder in die Leichtigkeit von Gitarre und Geige aufzulösen.

Beeinflusst von Norwegens Pop- und Folkhelden (das Album wurde übrigens von Michael Hartung (z.B. a-ha) produziert), vorallem aber auch von UK-Bands wie Coldplay, Travis oder Embrace ist WASHINGTON mit Astral Sky wiederum ein Meisterwerk des melancholischen Indiepops gelungen, das seine Eleganz allerdings erst vollständig nach und nach offenbart.

WASHINGTON
Astral Sky
(Glitterhouse / Indigo)
VÖ: 21.05.2007

WASHINGTON (Support: Trailhead) spielen live am 02.04.2007 im Magnet Club.

www.washington.no
www.myspace.com/washingtonband

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