WITCHCRAFT (+ Graveyard + Truckfighters) am 22.05.2009 im White Trash


Mission „Stoned and Doomed in Berlin Vol II“ erfolgreich!



Witchcraft

Hell yeah! Das war wieder ein Abend voller Bühnenpräsenz und gefühlter Musikleidenschaft! Örebrö (Witchcraft/Truckfighters) und Göteborg (Graveyard) haben sich zusammengetan, um Berlin am Abend des 22. Mai auf einer Welle aus Stoner Rock, Doom und klassischen Black-Sabbath-Klängen ins Himmelreich des musikalischen Genusses zu tragen.

Nur einiges an Stehvermögen musste man mitbringen, denn es ging erst reichlich spät los und selbst der eingefleischte Fan konnte nach der letzten Zugabe von WITCHCRAFT nur noch sehr halbherzig mit einem gefühlten Fragezeichen „One more time“ krächzen. Obgleich dieser Anflug von Müdigkeit dank der absolut erwähnungswürdigen DJ-Kunst von Frau Bielesch bei Klassikern wie The Darkness, Alice Cooper, Iron Maiden und Guns’n’Roses im Nu wieder verflogen war. Und auch das – zwar bereits sehr lückenreich gewordene – Publikum im White Trashs harrte mit ihr tanzend aus bis zum bitteren Ende.



Truckfighters

Zur Show selbst:
Den energetischen Einstieg machen die TRUCKFIGHTERS! Nach Line-up-Veränderungen im vergangenen Jahr nur zu dritt auf der Bühne, schaffen sie es dennoch sofort, das Publikum zu begeistern. Sie hüpfen und springen und biegen und beugen sich zum eigenen Stoner-Sound vor den zahlreichen Orange-Amplifiern (die ein Stoner/Doom-Pflichtinventar sind und schon von den alten Black Sabbath und Black Widow verwendet wurden), dass man einfach gar nicht anders kann, als mitzumachen. Es entsteht tatsächlich nach kürzester Zeit ein Moshpit, und vor der Bühne herrscht ein Gedränge und Geschubse, wie es nur wenige Opener-Bands zu aktivieren vermögen. Die Songs des neuen Albums Mania werden ebenso wie ihre alten Hits im Publikum gefeiert.



Graveyard

Zu den persönlichen Helden des Abends küren allerdings die meisten White Trash-Besucher tatsächlich GRAVEYARD. Und das, obwohl Sänger Joakim zu Anfang eines Songs die falschen Töne (die sich aber auch gut angehört haben) anschlägt und sich gleich darauf auch noch an der Gitarre verspielt. Macht ja nichts, denn ansonsten ist die Show unglaublich intensiv, perfekt gespielt und beeindruckend! Und der absolute Publikumsliebling anscheinend Drummer Axel. Jedenfalls erklingen ständig Rufe aus den vorderen Reihen, die seltsamerweise nur ihn erwähnen.



Witchcraft

Bleiben nur noch WITCHCRAFT als letzter Schwedenhappen übrig. Es ist ca. 1 Uhr, als Magnus und seine Mannen die Bühne betreten. Da sie seit ihrem letzten Konzert im Winter des Vorjahres in Berlin kein neues Album aufgenommen haben, spielen sie ein sehr ähnliches Set. Klassiker vom ersten selbst betitelten Album sowie auch Songs der aktuellen Scheibe The Alchemist sind daher gleichsam bekannt und können mitgesungen werden. Sänger Magnus legt die üblicher Flirtereien mit Gitarre und Publikum an den Tag und überhaupt herrscht eine angenehme Wiedersehensstimmung, die der ganzen Szenerie etwas Vertrautes verleiht!

Vielleicht hat der ebenfalls zum Band-Inventar gehörende Merchandise-Mann Ante unter anderem auch daher so wenig Hemmungen, den Einsatz einer Wette mit Bassist Ola einzulösen und seinen Job heute komplett nackt bis auf Stiefeln, seinem Fußball-Lendenschutz (warum auch immer er den auf einer Tour dabei hatte; die spinnen, die Schweden!) und Stars&Stripes-Hosenträgern auszuführen!

www.myspace.com/witchcraftswe
www.myspace.com/graveyardsongs
www.myspace.com/truckfighters

Fotos © DirkZs
Autor: [EMAIL=daniela.saleth@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Daniela Saleth[/EMAIL]

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