Wolf Alice – Visions Of A Life

Auf Visions Of A Life, Nachfolger des zu Recht gefeierten 2015er-Debüts My Life Is Cool, zeigen WOLF ALICE souverän und mit viel Fantasie, was im Indie-Rock gerade möglich ist. Die britische Band um Sängerin ELLIE ROWSELL WOLF ALICE eröffnet das Album mit dem dunklen „Heavenward“, nimmt jedoch mit zwei schrulligen Punk-Nummern sofort jede unnötige Ernsthaftigkeit vom Tableau. „Don’t Delete The Kisses“ ist sexy Dream-Pop, das wolkenverhangene „Planet Hunter“ feinster Shoegaze. Mit dem schrägen „Sky Musings“, in dem Rowsell Hightempo-Vocals über aufgepumpte Keyboards und raspeliges Drumming flüstert, findet die erste Hälfte von Visions Of A Life einen weiteren, gänzlich einzigartigen Höhepunkt.

Mit dem Grunge-Rocker „Formidable Cool“ wird die Platte kurz heavier, bricht im Zweieinhalb-Minuten-Reißer „Space & Time“ aber erneut gleich wieder mit der Stimmung. „Sadboy“ hat einen coolen Indie-Groove und mag der heimlich Hit sein, den das Album produziert. „St. Purple & Green“ kehrt zum Shoegaze zurück und hätte einen wunderbaren Schlusspunkt gebildet. Mit dem Siren-Song „After The Zero Hour“ und dem doomig dauerschwelenden, aber nie amtlich abgefackelten Titeltrack als Rausschmeißer mag Visions Of A Life zwei Songs zu lang geraten sein. Eine aufregende Platte ist es trotzdem geworden.

WOLF ALICE
Visions Of A Life
(Dirty Hit / Caroline / Universal)
VÖ: 29.09.2017

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