Andrew McMahon In The Wilderness – Upside Down Flowers

Kaum zu fassen, wie einen Glück und Erfolg verändern können. Dass ANDREW MCMAHON jetzt ein gemachter Mann und stolzer Vater ist, wissen wir bereits von seinem letzten Album. Doch dass er jetzt von nichts anderem mehr singt, erstaunt doch irgendwie.

Klar, Andrew hat immer über seine Gefühle geschrieben und hat nicht das Zeug zu einem echten Beobachter. Jetzt als Popstar scheint sein Leben aber so easy, dass er glaubt, sich gar keinen Kopf mehr machen zu müssen („Careless“). Auch nicht über gute Songs.

Den Start macht erwartungsgemäß die nostalgische Erinnerung an seine Jugendband SOMETHING CORPORATE. Sein Klavierpop ist wohl bekannt in den Staaten. Den hat er mal gelernt, um seine Familie stolz zu machen und spielt ihn, obwohl ja seine Jugend nun vorüber ist („Paper Rain“). Dass er noch nie so belanglose Stücke gemacht hat, was soll’s?  Seine Stimme ist ja zumindest nicht so anders als früher.

Und dann macht sich Mr. Mcmahon über den Rock lustig, dem er alles verdankt („Goodnight Rock’n’Roll“). Nette Vergangenheit eben. Und dass man ab dem 30. Lebensjahr die Freunde wieder verliert, die man sich mal aufgebaut hat, ist auch nicht so schlimm („House In The Trees“).

„Everthing Must Go“ wirkt mit seinen „spinning fans and silverware“ wie eine Parodie auf das Stück „Globes And Maps“ seiner alten Band. Damals ging es um die Unmöglichkeit, los zu lassen. Jetzt kann alles raus. Andrew hat ja seine Familie und wer braucht mehr? Hat ein Star keine Verantwortung für irgendwen anderen? Sorry Andrew, das sind nicht, wie du meinst, die „besten Songs“, die du je geschrieben hast. Die wird sich deine süße Tochter bestimmt auch nicht anhören, wenn sie größer ist.

 

Andrew McMahon in the Wilderness
Upside Down Flowers
(FanTasy)
VÖ: 16.11.2018

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