Andrew McMahon in the Wilderness – Zombies On Broadway

Wer ist der stattliche Mann da auf dem Cover? ANDREW MCMAHON, nun sieh dich einmal an! Du hast dich ja ganz schön gemacht, was? Vor zwei Jahren hörte man dich noch im Trailer für den Kinder-Fantasyfilm Pan. In deinem Song „Cecilia And The Satellite“ erzähltest du deiner kleinen Tochter noch von deiner alten Jugendband SOMETHING CORPORATE. Und jetzt hast du endlich den Status eines Popacts, der dir gebührt.

Nach dem, den alten Poppunkern noch recht verpflichteten, Projekt JACK’S MANNEQUIN probierte sich Andrew ab 2013 solo aus und hat sich nach ein paar Folgeplatten endlich frei geschwommen. Er hat den Krebs besiegt und klingt jetzt richtig glücklich. Was er abliefert, wird von seinem Label Vanguard Records allerdings noch immer als Indiepop verkauft.

Nun scheint in den USA jeder bereits als „Indie“ zu gelten, der sich etwas weniger peinlich als COLDPLAY anstellt. Doch McMahon kommt etwa mit „Shot Out Of A Cannon“ den Ex-Indie-Stars äußerst nahe (man vergleiche „Adventure Of A Lifetime“).

Nun verfügte Andrew schon als Teenager über ein erstaunliches Popverständnis, das er nun, ausgehend von seinem erprobten Pianotalent, voll ausspielen kann. Ob als schlichter Popsong („Walking In My Sleep“) oder als einfacher Sprechgesang mit Drums und E-Gitarren („Brooklyn, You’re Killing Me“) – sein Sinn für radioaffine Feel-good-Melodien ist vorhanden und wird ihm sicher neue Hörergruppen eröffnen.

Auf dem schönen Schluss-„Birthday Song“ wird er noch einmal so rührend wie in seiner Jugend, wobei er sich allerdings ermahnt, diese hinter sich zu lassen („Don’t you know, you’re not a kid anymore?“), denn er hat jetzt Verantwortung (für „this beautiful yellow haired daughter“). Ein Pop-Papa eben.

 

Andrew McMahon in the Wilderness
Zombies On Broadway
(Vanguard Records)
VÖ: 10.02.2017

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