ANTI-FLAG – The Bright Lights Of America


Soziales Engagement und durchschnittlicher US-Staatenpunk.



ANTI-FLAG gehören zu den sozial engagierteren Vertretern des US-Staatenpunks und setzen sich durch und mit ihrer Arbeit u.a. für Organisationen wie PETA oder AMNESTY INTERNATIONAL ein.

Mit The Bright Lights Of America präsentiert die bereits 1988 gegründete Formation ihren nunmehr 8. Longplayer. Zur Unterstützung holten sich die Jungs von ANTI-FLAG den Produzenten TONY VISCONTI an Bord, der in der Vergangenheit bereits mit Künstlern wie David Bowie, T.Rex und Morissey zusammengearbeitet hat. Diese Zusammenarbeit sorgte auch für gewollte Veränderungen im Klangbild des Albums. So entfernt sich das Klangbild des Albums durch den Einsatz diverser verschiedener Percussion-Instrumente, Klavier, Kinderchören und Bläsern etwas vom klassischen US-Staatenpunk-Klischee und wird durch Elemente aus Country und straightem Rock bereichert.

Ein großer Wurf gelingt ANTI-FLAG mit The Bright Lights of America jedoch nicht wirklich. In gewohnter Manier präsentiert die Band ihre Kritik an Politik, System und Gesellschaft und greift dabei aktuelle US-Problemlagen und Diskussionen auf. Der Fokus liegt insofern deutlich auf US-amerikanischen Sichtweisen und gesellschaftlichen Kritikpunkten. Aus einem europäischen oder deutschen Kontext heraus erscheinen viele der inhaltlichen Aussagen somit nur bedingt von Interesse oder Bedeutung zu sein. An vielen Stellen des Albums, so zum Beispiel im Opener ‚Good And Ready‘ oder in ‚The Modern Rome Burning‘ hat man zusätzlich das Gefühl, dass die in den „Veränderungsaufrufen“ gewählten sprachlichen Bilder, Textpassagen und musikalische Umsetzung das Album im Einerlei des US-Staatenpunks verschwinden lassen. Gerade die gesangliche Umsetzung hat enormes Verbesserungspotenzial.

Der Vergleich zu den letzten Bandveröffentlichungen, wie z. B. www.anti-flag.com
www.myspace.com/antiflag
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