BAYSIDE – Bayside

Find ich gut!



Mit Erstaunen stelle ich fest, dass der Eröffnungssatz letztendlich mein erster Gedanke ist, der sich eigentlich immer als richtig erweist. Wie in einem guten Kriminalroman, in dem der Ermittler beim Betreten des Tatorts immer auf seinen ersten Eindruck achten muss, um festzustellen, was dort ungewöhnlich sein kann.

BAYSIDE gründeten sich im Winter 2000 und machten in den darauf folgenden Jahren in der New Yorker Szene schnell von sich reden. 2003 unterschrieben sie dann bei Victory Records und machten sich an die Aufnahme ihres Debüt-Albums Sirens and Condolences. Beeinflusst wurden BAYSIDE – so sagen sie – von Bands wie The Smiths, Nirvana, The Cure oder etwa Stevie Wonder.

BAYSIDE eine Emo-Band? Ein Emo-Album? Wohl kaum. Die elf Tracks versprühen förmlich gute Laune und ähneln in Machart und Stil denen von Hoobastank oder Jimmy Eat World. Mit [I]Bayside[/I] ist den vier New Yorkern ein extrem kurzweiliges Rock-Album gelungen, das mit einprägsamen Gesangslinien und interessanten Hooks a la Lagwagon auftrumpfen kann. Beim Hören der Platte stellt man sich zuweilen vor, wie hunderte verschwitzter amerikanischer Studenten zu Songs wie ‚Existing in a crisis (Evelyn)‘ auf Hauspartys apathisch tanzen und freie Liebe praktizieren, um sich der Gefühle zu entledigen, welche die Zerronnene hinterließ. Der in der Presse oft beschriebene bittere Unterton bleibt im Ganzen jedoch schwer zu greifen.

Einzig die stellenweise vorkommenden Solo-Gitarrenparts driften zu stark in die in den 80ern so beliebte Stilistik der – sagen wir mal – „Oktav-Spielweise“ ab, die irgendwie nicht ganz in das Gesamtkonzept des Albums passen will.

Die Platte wird mit Sicherheit des Öfteren den Weg in den CD-Player schaffen. Also Reinhören lohnt sich allemal.

BAYSIDE
[I]Bayside[/I]
(Victory/ Soulfood)
VÖ: 15.08.05

[URL“>http://www.baysiderocks.com
[URL“>http://www.victoryrecords.com

Autor: [EMAIL=soeren.knoell@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Webside]Sören Knöll [/EMAIL]

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