BLINK-182 – California

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„Is it back again?“, fragen BLINK-182 rhetorisch auf ihrem Opener zu ihrem ersten Post-TOM-Album California. Schon kurz nach der letzten EP Dogs Eating Dogs (2012) war dieser mal wieder raus und diesmal offensichtlich für immer. DELONGE ist mit seinem letztjährigen Solodebüt To the Stars… Demos, Odds and Ends seinen alten Kollegen jedoch zuvorgekommen. MATT SKIBA (ALKALINE TRIO), ein alter Bekannter von den Atticus-Festivals, hat ihn inzwischen an der Gitarre ersetzt und für den Studiosound sorgt der gefragte Rock-Experte John Feldmann.

Wer nach der Vorab-Single „Bored To Death“ zumindest dachte, quasi soundtechnisch ein zweites +44-Album serviert zu bekommen, wird enttäuscht. Auch von einem „gewohnten“ BLINK-Album kann man nicht sprechen. „She’s Out Of Her Mind“ beispielsweise soll ein neues „The Rock Show“ sein, schafft es aber nicht. Im Duett „Home Is Such A Lonely Place“ harmoniert SKIBA zwar gut mit Hauptsänger MARK HOPPUS (Bass), aber sein Einfluss auf das Album in Richtung Stadiontauglichkeit und Prolligkeit ist deutlich zu spüren. Doch trotz all der „Nananas“ und „Whoahos“ will irgendwie kein echter Hit rauskommen.

Hat man die alte Band nach ihrem selbstbetitelten Meisterwerk (2003) als Punkpoeten gerühmt, singen sie jetzt über Bros, Girls, Lieblingsstädte und Exzesse wie jede mittelprächtige Band. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, ist aber etwas anderes als früher. Zudem ist man mit 40 keine 20 mehr und schon gar keine „Teenage Satellites“. Hier kündigt sich ein Image-Wechsel an. California glänzt dagegen mit gut aufgelegten Pop-Punk und schert sich nicht um irgendwelche aktuellen Trends.

BLINK-182
California
(BMG/Warner)
VÖ: 01.07.2016

www.blink182.com

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