BLOCKFLÖTE DES TODES – Wenn Blicke flöten könnten


Wenn Flöten reimen könnten…



… müsste es nicht von der BLOCKFLÖTE DES TODES selbst übernommen werden. Und wer weiß, vielleicht wäre dessen Debütalbum Wenn Blicke flöten könnten dann auch noch einen Tick spannender und haltbarer geworden.

„Blockflöte“ MATTHIAS SCHREI, in Berlin ansässig und aufgrund eines Handicaps eine tatsächliche „One Leg Band“, wie es auch so schön auf seiner Myspace-Seite heißt, wirft eine ganze Menge hinein in seine Platte. Neben echten Blockflöten sind das u.a. Gastauftritte von Diane Weigmann (Ex-Lemonbabies), Sven von Thom (Ex-Beatplanet/Sofaplanet), vor allem aber unheimlich viele musikalische Einflüsse. Dementsprechend ist der etwas seichte Gitarrenpop des Openers ‚Mädchenhaar‘ nur eine von vielen Seiten. Schrammeliger Punk (‚Du Bist So Schön Wie Ein Flughafen‘), Bela B.-Imitat (‚Wir sind Helden‘), Hip Hop (‚Schlachthof‘) und Clubsounds (‚Jung Und Schön‘) lassen sich ausmachen, stets getragen von souverän hooklastigem Songwriting.

Nur die Lyrics dürften zum Knackpunkt werden. Hier gibt es zweifellos spaßige Ideen: Vom Mitbewohner, der Youporn entdeckt und plötzlich viel weniger Zeit für alles andere hat, über die Freundin, die sich in einem „Tonfall wie Rudolf Heß“ gebiert, wenn man die auf ihre Orangenhaut anspricht, bis zu Gewaltfantasien („Tiere nur gerieben“) ist die Scheibe für einige Lacher gut. Aber halt nur beim ersten und zweiten Durchhören, danach wird es schon schwierig. Und nicht jeder Reim ist so gelungen wie „Ich bin ganz müde, denn / ich hab

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