BOBBY HEBB am 11.03.06 im Frannz Club

[B][BLOCK]BOBBY HEBB, der Mann der mit `Sunny` einen der größten Hits der Musikgeschichte komponierte, besuchte den Frannz Club auf seiner europäischen Stippvisite.[/BLOCK][/B][img]content/images/BobbyHebb_Frannz_110306.jpg[/img]

[BLOCK]Beim Namen BOBBY HEBB fällt vielen erstmal nicht so viel ein und so wurde oben genannter Hit auch noch mehr angepriesen als der Musiker an sich. `Sunny` ist der Song, der mit über 400 Coverversionen am meisten nachgespielt wurde und steht in der Liste der meistgespielten Songs des 20. Jahrhunderts unter den Top 20.

Der Berliner Frannz Club war also gut gefüllt mit einem Publikum, das unterschiedlicher kaum sein konnte: vom BWL-Studenten zum Soul-Funk-Brother und vom molligen Hausmütterchen über Teenie-Party-Girls zum älteren RadioEins-Hörer war alles vertreten, was sich auftreiben ließ.

Um 21 Uhr führte der Drummer den blinden Organisten auf die Bühne und beide starteten die ersten Akkorde von `Sitting On The Dock Of The Bay`. Der Kontrabassist und der Saxofonist stießen hinzu und als letztes kam ein schmächtiger, extrem gut aufgelegter und verdammt alter BOBBY HEBB auf die Bühne und legte mit seiner Band die beste Version des Klassikers seit OTIS REDDING hin. Bereits vom ersten Song an war klar, dieser Abend wird in Erinnerung bleiben.

Der 67-jährige in Nashville geborene HEBB, der im Oktober letzten Jahres sein gerade mal drittes (!) Album (That`s All I Wanna Know) herausgebracht hat, spielt an diesem Abend einige seiner Kompositionen, Blues- und Soul-Klassiker und Traditionals wie etwa `Nigerian Marketplace`, bei dem er auf zwei aus der Küche seiner Eltern stammender Löffel den „Spoonman“ gibt. Beeindruckend. Sein kürzlich verstorbener Freund und Nachbar WILSON PICKET, genannt „The Wicked Picket“, wird mit einer mitreißenden Version von `Mustang Sally` einmal mehr Tribut gezollt, und das Publikum feiert den kleinen großen Mann frenetisch. BOBBY HEBB schäkert mit den Ladies, ohne dabei wie ein alter sabbernder Sack rüberzukommen, nein, BOBBY HEBB würde auf einer Sympathie-Skala von 1-10 die volle Punktzahl einstreichen. Sein verschmitztes Lächeln und sein Humor verzaubern Jeden im Saal. Seine ganze Performance, wie seine BILL COSBY anmutenden, abgehackten Tanzeinlagen, sein Motown-beeinflusster souliger Gesang, einfach alles, versprüht diese herzliche Liebe und Ehrlichkeit.

Nach einer knappen Stunde – einer gefühlten halben wohlgemerkt – ist es erstmal vorbei und man lässt sich überreden, noch zwei Nummern zum Besten zu geben. Dann war es natürlich soweit: `Sunny`. Bereits 1966 ein Hit, dadurch spielte er bereits im selben Jahr mit den BEATLES auf einer gemeinsamen Tournee, bringt die Meute einmal mehr zum Toben. In Anbetracht, dass die Aufnahmen, die man kennt, knappe 40 Jahre auf dem Buckel haben, ist es schier unfassbar, wie wenig seine Stimme eingebüßt hat. Eher im Gegenteil. Diesem Mann gehört viel mehr Anerkennung, als ihm zuteil wird.

Zum Abschluss sagt er noch einen Satz auf Spanisch – betont, dass er andere Sprachen ja nicht kann – und verabschiedet sich mit einem letzten Brüller, einem süßen: „Ick liebe du.“ Und nickt dabei zum Abschied wissend und dankbar.[/BLOCK]

[LEFT]www.bobbyhebb.com

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL][/LEFT]

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail