CHARLOTTE HATHERLEY – The Deep Blue


„The Girl from Ash“ goes Pop…



Das Problem von Soloplatten ist immer, dass die Fans die Weiterentwicklung nicht wahrnehmen wollen, und so muss sich auch CHARLOTTE HATHERLEY damit abfinden, dass sie immer nur „The Girl from Ash“ bleiben wird. Aber nur für die Leute, die nicht genau hinhören. Denn mit Ash hat das zweite Soloalbum The Deep Blue wirklich nichts mehr am Hut. Die rotzig klingende Gitarre wurde außer bei ‚I want you to know‘ in den Gitarrenkoffer verbannt, jetzt geben sich eher Streicher, eine bluesige Gitarre und Piano die Klinke beziehungsweise Töne in die Hand. Die Songs kommen generell nicht aus der Hüfte heraus sondern vielmehr aus dem Kopf – und das ist ziemlich schade.

CHARLOTTE HATHERLEY ist mit diesem Album eindeutig in die Tiefen des Pop eingetaucht, und so plätschern ihre sehr durcharrangierten Songs ziemlich dahin. Es kann auch schon mal passieren, dass einige fast originelle Momente auftauchen, die sich aber aus Platzangst vor den gigantischen Streicherhorden lieber wieder in die Ecke verkriechen. Für Ash-Fans ist diese Scheibe definitiv ein Schlag ins Gesicht, denn sie wird sie maßlos enttäuschen. Für alle anderen, die noch unbefangen rangehen können und CHARLOTTE den Hang zum Pop abnehmen, wird es ein weiteres Album sein, das drei Mal durchläuft und dann im Regal verschwindet.

CHARLOTTE HATHERLEY
The Deep Blue
(Little Sister Records/ Rough Trade)
VÖ 18.05.2007

CHARLOTTE HATHERLEY am 30.05.07 live in Berlin/ Magnet Club

www.charlottehatherley.com
www.myspace.com/charlottehatherley

Autor: [EMAIL=julius.barg@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Julius Barg[/EMAIL]

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