Choir Of Young Believers – Grasque

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Manchmal will man glauben, Labels schickten junge Talente in die Gehirnwäsche, sobald sie sie unter Vertrag haben. Wer soll dem CHOIR OF YOUNG BELIEVERS denn sonst zu Atmo-Effekten wie Autotune geraten haben, so dass sich ihr sensibler Indiepop in Lounge-Gelalle verwandeln konnte? Die offizielle Erklärung lautet freilich, die Mutter von JANNIS NOYA MAKRIGIANNIS habe ihm einen Taschen-Sampler geschenkt, auf dem er nun plötzlich von 90er-Pop, Hip-Hop und Techno inspiriert, seinen neuen Sound gefunden habe. Nunja.

„Vaserne“ erinnert mit griechischer Gitarre noch blass an die romantischen Anfänge der ersten EPs. Geblieben ist die verhallte Stimme, die nun jedoch in weiteren Tracks zwischen Elektrobeats und simpelsten Synthies herumgeistert. Mag hier und da noch ein netter Ansatz zu erkennen sein (z.B. „Perfect Estocada“), dient man sich etwa mit „Face Melting“ der totalen Vermarktung vom Rap-Sample bis zur Werbeuntermalung an.  Tragisch.

Choir Of Young Believers
Grasque
(Ghostly International/Cargo)
VÖ: 19.02.2016

www.facebook.com/choirofyoungbelievers

Live

11.04.2016 Bielefeld – Forum
12.04.2016 Hamburg – Aalhaus
13.04.2016 Berlin – Berghain Kantine

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