COEM – Happiness etc.


Zwischen hypnotischem Alternative-Rock und fesselndem Indiepop: Die Belgier mit fantastischem dritten Album.



Nach ihrem Debütalbum Wizzel Wo (2000) und dem Nachfolger bandwi(d)thconsiderations (2001) veröffentlichte die Band aus Hasselt/Belgien das hier vorliegende und nun also auch hier zu Lande erscheinende Album Happiness etc. bereits im März 2004.
Bewegten sie sich auf bandwi(d)thconsiderations überraschend auf ziemlich ungewohntem Terrain zwischen offenen Songstrukturen und experimenteller Geräuschkulisse, setzen COEM auf ihrem aktuellen, bis dato zweifellos stärksten Album wieder konsequent auf tightes Songwriting und die Liebe zu großen und schönen Melodien.
In der Vergangenheit spielten die vier Belgier ja beispielsweise auf Festivals wie Haldern oder Pukkelpop und zuletzt auch als Support von Mark Lanegan, was bereits einen groben Fingerzeig auf die stilistische Ausrichtung der Band erlaubt.

Happiness etc. beginnt gleich mit einem absoluten Paukenschlag. ‚Through Tired Eyes‘ strotzt nur so vor hypnotischer Intensität, repetitiven Gitarren- und Bassläufen sowie einer sich unaufhaltsam in die Gehörgänge fräsenden und dann festsetzenden Melodie, während das folgende ‚Postcards‘ oder auch die großartigen ‚Count Your Blessings‘ und ‚The Hiding‘ wesentlich leichter mit einem unüberhörbaren Händchen für schöne Popmelodien mit allerdings auch immer wieder integrierten (insbesondere gitarrigen) Widerhaken daherkommen und neben der an Tom Barman erinnernden Stimme von MARC WETZELS in punkto Songaufbau und Instrumentierung durchaus an eben ihre Landsmänner von Deus erinneren.
Mit ‚Hands Off (My Melody)‘, ‚C’Mon‘ oder ‚The Invitation‘ finden sich allerdings auch weitere, intensiv-bluesgetränkte Songs in Alternative-Ummantelung, die durchaus an das das Album so grandios eröffnende ‚Through Tired Eyes‘ anschließen können, sowie gelegentlich herrlich angeschrägte Bläser und forsche Harmonica-Auswüchse, aber auch gelegentlich perlende Piano-Parts haben insbesondere zum gefühlvolleren Ausklang des Albums ihren Platz.

Insgesamt beeindrucken die Belgier auf ihrem dritten Album mit einem intensiven Mix aus ambitioniertem Indiepop und hypnotischem Alternative-Rock irgendwo zwischen Deus und Mark Lanegan.

COEM
Happiness etc.
(decoderrecords/ evil penguin records/ Alive)
VÖ: 07.11.2005

Am 24.11.05 werden COEM mit ihrem in Belgien erfolgreich praktizierten Konzept der so genannten Kopfhörer-Konzerte (bei denen die Band direkt ins Mischpult spielt, so dass das Publikum die Musik intensiv und persönlich über Kopfhörer erleben kann) im Rahmen der Release-Party zu Happiness etc. im Cleanicum in Köln auftreten.

www.coem.de
www.decoder-records.com

Autor: [EMAIL=thomas.stern@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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