COSMIC BALLROOM – Stoned, broke and ready to rumble

Der Albumtitel sagt eigentlich schon alles…

COSMIC BALLROOM kommen aus Schweden und deshalb tauchen im Zusammenhang mit ihnen meist die Namen BACKYARD BABIES und HELLACOPTERS auf, mit denen sie auch schon getourt sind. Vielleicht sind sie ja auch auf dem Weg dahin, aber da fehlt schon noch eine ganze Menge, hmm… Coolness? Eine andere Frage ist, wie viele solcher Bands aus Skandinavien braucht man?

Die selbsternannten ‚Sleaze Punks from Hell‘ sind laut Presse-Info angetreten, um „die Spinnweben aus Euren verstaubten Gehörgängen rauszublasen“. Was aber, wenn meine Gehörgänge gar nicht eingestaubt sind? Was, wenn ich gar nicht möchte, dass kitschige Mitgröhlhymnen wie ‚L.A. Heroes‘ ungepolstert die Wände meines Innenohrs entlang gniedeln? Ich meine, nix gegen gniedeln. Vielleicht habe ich auch nur die Ironie nicht verstanden? Liegt es am Erfolg von THE DARKNESS, oder daran, dass ich kürzlich die Neuauflage von SPINAL TAP gesehen habe, dass ich mich derzeit gar nicht entscheiden kann, was im Rock’n’Roll-Business noch ernst gemeint ist und was nicht? Vielleicht ist COSMIC BALLROOM einfach ein ganz großer, breitbeiniger Rock’n’Roll-Spaß?! Aber war das Hard Rock nicht schon immer? Hach, ich weiß auch nicht…

Die Band tut sich keinen Gefallen damit, abwechselnd Nille und Johnny John John singen zu lassen. Das bringt eine ziemliche Unruhe in das Album, das entsprechend in ‚kosmischen‘ Momenten an MONSTER MAGNET und in ‚ballroom‘ Momenten an KISS erinnert. Nicht, dass Nille wie Paul oder Gene klingt, aber er bringt dann einen leicht peinlichen Glam-Appeal ‚rein. Mit Johnny John John, der sich wiederum einen peinlichen Namen gegeben hat, wird es meist punkig.

Ich sag mal so: wer auf „mitreißende Highspeed-Energy-Songs“ steht und sonst nix, ist mit diesem Album auf jeden Fall gut bedient. Mein Bedarf an dieser Musik ist mit oben genannten Bands aber bereits gedeckt.

COSMIC BALLROOM
Stoned, broke and ready to rumble
(Punk’n’Drunk Recordings / ZYX Music)
veröffentlicht

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