Death Cab For Cutie – Thank You For Today

Das neunte Album von DEATH CAB FOR CUTIE wurde wieder von Rich Costey produziert und klingt, wie gewohnt, gemütlich. Die Indieband erfüllt noch immer die an sie gestellten Erwartungen, obwohl CHRIS WALLA von Gitarrist DAVE DEPPER und Keyboarder ZAC RAE ersetzt wurde. Die Idee, die eigenen Initialen mit Mondphasen auf dem Cover zu schreiben, haben sie vielleicht von den Sternen auf DAVID BOWIES Blackstar.

Back to the Eighties begeben sie sich in „I Dreamt We Spoke Again“, ebenso in „When We Drive“. „Gold Rush“ ist dagegen um ein Sample aus YOKO ONOS „Mind Train“ von 1972 gebaut. Pop und New Wave werden durchexerziert. Die Keys im Uptempo-Song „Northern Lights“ funkeln, und der wie immer nachdenkliche BEN GIBBARD spricht von Erinnerungen, Abstand, Dankbarkeit. Dieser abgeklärte Sound zieht sich von Stück zu Stück und passt eigentlich besser zu THE HUMAN LEAGUE als zu einer Indieband, auch wenn Anknüpfungen an frühere Werke immer wieder zu finden sind (z.B. „Your Hurricane“).

Wer ihre kühlen, balladesken Portraits mag, der genieße „60 & Punk“ mit schrägem Piano. BOWIE war 69 und ebenso gelangweilt, wie hier beschrieben, denn er hatte alles im Leben gesehen, was es zu sehen gibt. Oder besingt Gibbard einen anderen Altpunk?

 

Death Cab For Cutie
Thank You For Today
(Atlantic Records/Warner)
VÖ: 17.08.2018

http://deathcabforcutie.com/

Live

06.02.19, Köln, Live Music Hall
07.02.19, Berlin, Astra
09.02.19, Hamburg, Große Freiheit 36

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